Die Adobe-Aktie: Eine der besten Software-Aktien, die wir 2021 kaufen können?

Die Adobe-Aktie: Eine der besten Software-Aktien, die wir 2021 kaufen können?

Die Adobe-Aktie stieg in den letzten fünf Jahren um über 500 %. Was für eine spektakuläre Performance! Wer nun denkt, der Zug sei damit abgefahren, der könnte sich irren: Insbesondere Software-Aktien sind durch ihre skalierbaren Produkte, ihr Wachstumspotential sowie ihre bekannten Marken wie gemacht für langfristig steigende Kurse.

Ob es sich bei der Adobe-Aktie um einen solchen Titel handelt? Auf welches Adobe-Kursziel ich komme und ob Adobe zu den besten Wachstumsaktien gehört, die wir 2021 kaufen können, erfährst du in meiner Adobe-Aktienanalyse.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen!

Software-Aktien, Adobe-Kursziel

Quelle: canva.com

Das Geschäftsmodell der Adobe-Aktie

Wahrscheinlich nutzt auch du ein Produkte von Adobe! Wenn du ein Dokument im Internet öffnest oder herunterlädst, dann geschieht dies meist im PDF-Format. Einem Adobe-Format, welches mit dem Adobe Acrobat-Reader geöffnet wird. Vielleicht nutzt du auch Photoshop, ein beliebtes Bildbearbeitungsprogramm von Adobe.

Das bemerkenswerte am Geschäftsmodell von Adobe – ganz egal, von welchem Produkte wir sprechen: 90 % aller Umsätze stammen aus Abonnements! Das sorgt für planbare Einnahmen und damit für eine gewisse Krisenresidenz. Außerdem stellt ein einmal geworbenes Abo einen wiederkehrenden Gewinn ohne zusätzliche Marketingkosten dar. Bei einem einmaligen Kauf sieht das anders aus. Für mich als Investor ist dieses auf Abos ausgerichtete Geschäftsmodell äußerst attraktiv. Ein klarer Pluspunkt für diese Perle unter den Software-Aktien!

Mit einer Marktkapitalisierung von rund 300 Milliarden US-Dollar zählt die Adobe-Aktie ganz klar zu den Blue Chips. Blue Chips sind hochkapitalisierten Unternehmen. Weitere Eckdaten zur Adobe-Aktie kannst du der nachfolgenden Tabelle entnehmen.

Name Adobe Inc.
Hauptsitz San José, USA
WKN / ISIN 871981 / US00724F1012
Dividendenrendite 0,00 %
aktueller Kurs 539,10 Euro / 629,22 US-Dollar

Quelle: finanzen.net, Stand: 10.08.2021

Das Geschäft von Adobe unterteilt sich in die Segmente Digital Media, Digital Experience und Publishing and Advertising. Klarer Schwerpunkt liegt dabei auf den digitalen Medien.

Digital Media 72 %
Digital Experience 24 %
Publishing and Advertising 4 %

Quelle: Adobe Geschäftsbericht 2020

Digital Media

Das Segment Digital Media umfasst alle Aktivitäten von Adobe rund um's Thema digitalen Content. Programme für die Bild- und Videobearbeitung, Anwendungen zur Erstellung von Animationen sowie Software für Augmented- und Virtual Reality-Applikationen. Gebündelt werden all diese Aktivitäten in der Adobe Creative Cloud, die vor allem Designer, Künstler, Entwickler, Studenten oder Administratoren ansprechen soll. Die bekanntesten Produkte der Adobe Creative Cloud sind der Acrobat Reader, Photoshop und der Illustrator.

Digital Experience

Im Segment Digital Experience versorgt Adobe seine Kunden mit Software, die diese dabei unterstützen, die Kundenerfahrung innerhalb digitaler Anwendungen zu verbessern. Im Jahr 2021 kommt kaum ein Unternehmen am Internet vorbei. Jeder der etwas online verkaufen möchte, der muss seinen potentiellen Kunden eine möglichst positive Nutzererfahrungen bieten. Ansonsten wird's schwer mit Verkäufen!

Adobe unterstützt seine Kunden bei dieser schwierigen Aufgabe mit Apps, Services und Plattformen, die Marketingmaßnahmen erfassen, messbar und personalisierbar machen. Die Folge für die Kunden von Adobe: Mehr Effizienz, mehr Verkäufe und schlussendlich eine bessere Performance. Adobe bündelt diese Aktivitäten in seiner Experience Cloud.

Publishing and Advertising

Das kleinste Segment von Adobe ist die Adobe Advertising Cloud. Hier werden alle Aktivitäten rund um's Management von Werbung in der digitalen Medienlandschaft zusammengefasst. Egal ob Video oder Graphiken, egal welcher Kanal: Mit der Adobe Advertising Cloud sind die Kunden von Adobe bestens versorgt was ihr Werbemanagement betrifft.

Fazit zum Geschäftsmodell von Adobe

Digitale Medien sind aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken – unser Alltag wird immer digitaler. Die Adobe-Aktie gehört zu den Software-Aktien, die sich in den letzten Jahren eine führende Position in diesem Bereich erkämpften. Mit der Umstellung auf die Cloud und dem damit einhergehendem Wachstum der Einnahmen aus Abonnements, baute man sich ein Geschäft mit verlässlichen und wiederkehrenden Einnahmen auf. Da der Megatrend "Digitalisierung" seinen Höhepunkt noch längst nicht erreicht haben dürfte, steht der Adobe-Aktie meiner Meinung nach auch in den nächsten Jahren eine Menge Wachstum bevor.

Aufgrund der starken Marktposition und der Wachstumsaussichten ist die Adobe-Aktie für mich einer der Blue Chips unter den Software-Aktien: Mich begeistert das Geschäftsmodell von Adobe!

Kennzahlen und Dividende der Adobe-Aktie

Lass uns zunächst einen Blick auf das Wachstum der letzten fünf Jahre werfen. Wenn wir bedenken, wie groß Adobe inzwischen ist, finde ich diese Zahlen definitiv beeindruckend, insbesondere das Gewinnwachstum überzeugte.

Umsatzwachstum 5 Jahre + 22,1 % p.a.
operatives Gewinnwachstum 5 Jahre + 37,9 % p.a.
Wachstum Gewinn je Aktie 5 Jahre + 54,1 % p.a.

Quelle: finanzen.net, Stand: 11.08.2021

Die Tatsache, dass der Gewinn in den letzten fünf Jahren stärker stieg als der Umsatz zeigt, dass das Geschäftsmodell von Adobe immer gewinnträchtiger wurde. Da für uns Aktionäre der Gewinn am Ende des Tages der wichtigste Faktor ist, können wir diese Entwicklung nur begrüßen. Wer sich wundert, warum der Gewinn je Aktie schneller wuchs als der operative Gewinn: Adobe kaufte – und kauft auch heute noch – eigene Aktien im großen Stil. Somit entfällt mehr Gewinn auf weniger Aktien, was den Gewinn je Aktie überproportional wachsen lässt.

EBIT-Marge 2020 32,9 %
Eigenkapitalrendite (operativ) 31,9 %
Gesamtkapitalrendite (nach Steuern und Zinsen) 17,4 %

Quelle: Adobe Geschäftsbericht 2020

Wie lukrativ das Geschäft von Adobe ist, verrät ein Blick auf die EBIT-Marge: Werte über 30 % sind selten – das gilt auch für die generell margenstarken Software-Aktien. Die Eigenkapitalrendite und die Gesamtkapitalrendite vermögen ebenfalls zu überzeugen. All das lässt für mich nur einen Schluss zu: Die Adobe-Aktie verfügt über attraktive Produkte und muss sich gleichzeitig nicht mit starker Konkurrenz herumschlagen. Ansonsten wären solche Margen kaum realisierbar.

Zinsdeckungsgrad 36,5
Eigenkapitalquote 54,6 %
Verhältnis Cash / Verbindlichkeiten
40,6 %

Quelle: Adobe Geschäftsbericht 2020

Auch beim Blick auf die Bilanz gibt's nix zu meckern: Der Zinsdeckungsgrad ist hoch, genau wie die Eigenkapitalquote. Der Zinsdeckungsgrad gibt an, um das wievielfache der operative Gewinn die Zinslast deckt. Werte über fünf sind ok, alles über zehn bekommt von mir das Prädikat "stabile Bilanz". Entsprechend positiv bewerte ich den Zinsdeckungsgrad der Adobe-Aktie. Abgerundet wird die solide Bilanz von Adobe durch eine niedrige Verschuldung sowie einer Menge Cash: Kurzfristig verfügbares Kapital deckt die Verbindlichkeit zu über 40 %.

Zum Abschluss dieses Punkten möchte ich noch einen Blick auf die zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Beitrags aktuellsten Adobe-Quartalszahlen werfen. Im ersten Quartal 2021 konnte Adobe seinen Umsatz um 23 % steigern, der operative Gewinn lag sogar 38,4 % über dem Vorjahreswert. Einziger Makel an den letzten Adobe-Quartalszahlen: Der Gewinn je Aktie legte lediglich um 2,6 % zu. Laut Unternehmensangaben waren hierfür steuerliche Gründe verantwortlich. Ich gehe deshalb von einem einmaligen, negativen Effekt aus.

Adobe-Quartalszahlen

Quelle: canva.com

Fazit: Was Wachstum, Profitabilität und die Bilanz betrifft vermag Adobe mit beeindruckenden Zahlen zu überzeugen. Die jüngsten Adobe-Quartalszahlen deuten darauf hin, dass sich daran so schnell nichts ändern wird. Daumen hoch für das Zahlenwerk von Adobe!

HGI-Score Adobe

Die Adobe-Aktie kommt auf einen HGI-Score von 12 Punkten (maximal möglich sind 18). Was es mit diesem Score auf sich hat und welche Aktien aktuell auf mehr Punkte kommen, erfährst du hier.

Das Management hinter der Adobe-Aktie

Eine Aktie wird sich langfristig nur dann positiv entwickeln, wenn sich das Unternehmen hinter der Aktie positiv entwickelt. Und für die Entwicklung eines Unternehmens ist in aller erste Linie das Management verantwortlich: An vorderster Front der Vorstandsvorsitzende (CEO). Je fähiger, loyaler und vorausschauender sie oder er ist, desto besser ist das für uns langfristig orientierte Investoren.

Meiner Meinung nach treffen alle drei Attribute auf den CEO von Adobe zu! Shantanu Narayen ist seit 1998 bei Adobe, seit 2005 im Vorstand und seit 2007 Vorstandsvorsitzender. Unter seiner Leitung entwickelte sich die Adobe-Aktie extrem stark: Zwischen August 2007 und August 2021 stieg die Aktie um sagenhafte 1.678 % (in Euro, Börsenplatz Tradegate). Wer über einen so langen Zeitraum eine solche Performance ablieferte, der muss einiges richtig gemacht haben. Außerdem stehen die Chancen gut, dass Narayen auch zukünftig viele, gute Entscheidungen trifft.

Bevor Narayen seine Laufbahn bei Adobe startete, arbeitete er übrigens bei Apple in der Produktentwicklung. Nicht die schlechtest Schule was das Erschaffen von Produkten beziehungsweise eine gute Unternehmenskultur betrifft! Apple-Gründer Steve Jobs war eine herausragende Unternehmerpersönlichkeit, die noch heute ihres gleichen sucht. Seine Erfolgsgeheimnisse halfen mir dabei, unzählige Top-Unternehmen zu finden, die mir herausragende Renditen bescherten. Wer ernsthaft – mit langfristigen Anlagehorizont – in Aktien investieren möchte, sollte seine Biographie daher unbedingt gelesen haben, um zu verstehen, wie großartige Unternehmen funktionieren.

Die offizielle Biographie von Steve Jobs gibt's als Taschenbuch auf amazon.de (*). Kleiner Spartip: Mit einem Audible-Abo (*) kannst du dir das Buch 50 % günstiger anhören

Über sein Amt als CEO hinaus ist Narayen seit 2017 auch Aufsichtsratsvorsitzender von Adobe. Ein starker Beweis, wie sehr das Unternehmen und dessen Aktionäre hinter ihm stehen. Kein Wunder – bei der Entwicklung in den vergangenen Jahren!

Einziger, kleiner Makel: Ich fand im Netz keinerlei Hinweise darauf, dass Narayen  größere Aktienpakete von Adobe hält. Zumindest befindet er sich nicht unter den größten Einzelinvestoren (Quelle: gurufocus.com). Generell bevorzuge ich Unternehmen, an denen der CEO selbst in größerem Umfang beteiligt ist.

Fazit: Shantanu Narayen machte aus Adobe einen der größten Blue Chips unter den Software-Aktien, in die wir heute investieren können. Diese Leistung zeigt, dass dieser Mann außergewöhnliche Fähigkeiten, eine langfristige Denkweise und eine Menge fachliches Know-How mitbringt. Genau nach diesen Attributen halte ich Ausschau, wenn ich nach hervorragenden CEOs suche! Einzige, kleiner Makel: Narayen hat nicht soviel "Skin in the Game", wie ich mir das eigentlich wünsche. Trotzdem fällt mein Fazit positiv aus: Adobe wird in meinen Augen von einem außergewöhnlich gutem CEO geführt.

Mein persönliches Adobe-Kursziel

Soviel Qualität hat bestimmt einen hohen Preis, nicht wahr? Sicher, gemessen am aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 56 (Stand: 20.08.2021, Quelle: YAHOO! Finance) sieht die Adobe-Aktie ziemlich teuer aus. Setzt man allerdings das erwartete Wachstum der nächsten Jahre in die Gleichung ein, ergibt sich ein etwas anderes Bild: Mein persönliches Adobe-Kursziel liegt sogar 50 % über dem aktuellen Kursniveau!

Adobe-Kursziel

Quelle: YAHOO!Finance, Annahmen und Prognosen des Autors

Wie ich zu diesem Adobe-Kursziel gekommen bin? Ich nahm den Gewinn je Aktie der letzten zwölf Monate. Darauf basierend rechnete ich mit einem durchschnittlichen, jährlichem Wachstum des Gewinns je Aktie von 22,5 % und einem KGV von 25 in zehn Jahren. Abschließend zog ich eine Sicherheitsmarge von 25 % vom Ergebnis ab und verrechnete eine jährliche Abzinsung von 5 %. Das Ergebnis: Mein Adobe-Kursziel liegt bei knapp 1.000 US-Dollar!

Nun, auf Sicht von zehn Jahren hört sich ein Wachstumspotential von gut 50 % nicht sonderlich berauschend an. Allerdings sollten wir berücksichtigen, dass meine Prognose auf sehr konservativen Annahmen beruht. Sowohl das erwartete KGV von 25 als auch meine Wachstumsprognose beim Gewinn je Aktie sind wirklich vorsichtig gewählt: Wie beschrieben wird die Adobe-Aktie heute mit einem KGV von über 50 gehandelt. Und wie wir bei den Kennzahlen feststellten, wächst der operative Gewinn aktuell mit rund 38 % pro Jahr deutlich schneller als die von mir prognostizierten 22,5 %.

Mein Fazit zum Adobe-Kursziel: Selbst wenn sich das Wachstum in den nächsten zehn Jahren verglichen mit heute merklich verlangsamen sollte, dürfte die Adobe-Aktie einen breit gestreuten World-ETF in den nächsten zehn Jahren deutlich hinter sich lassen. Diese Hürde sollte jede Aktie, die ich zu kaufen in Erwägung ziehe, erfüllen. Da meine Prognosen bezüglich meines Adobe-Kursziels darüber hinaus sehr konservativ sind, würde es mich nicht überraschen, wenn noch mehr Potential in der Adobe-Aktie steckt. Für mich gehört die Adobe-Aktie damit zu den Top-Wachstumsaktien, die wir 2021 kaufen können.

Disclaimer: Mein Adobe-Kursziel beruht ausschließlich auf meinen persönlichen Prognosen und Annahmen. Es ist daher NICHT als Handlungsempfehlungen oder Kaufempfehlung zu verstehen.

Mein Fazit: Eine der besten Software-Aktien?

Aufgrund der hohen Margen, der hervorragenden Skalierbarkeit und der stets steigenden Nachfrage halte ich Software-Aktien für äußerst interessante Investments. Einer der Blue Chips in diesem Bereich ist die Adobe-Aktie. Wegen der attraktiven Produkte, des langfristig denkenden Managements und den beeindruckenden Kennzahlen zählt sie zu meinen Favoriten unter den Software-Aktien.

Wachstumsaktien 2021, Blue Chips

Quelle: canva.com

Darüber hinaus halte ich die Aktie in Anbetracht ihres starken Gewinnwachstums für nicht überbewertet – im Gegenteil: Trotz meiner konservativen Annahmen liegt der aktuelle Kurs rund 50 % unterhalb meines persönlichen Adobe-Kursziel.

Fazit: Für mich zählt die Adobe-Aktie zu den interessantesten Wachstumsaktien, in die wir 2021 investieren können. Entsprechend legte ich sie mir vor kurzem in mein frisch eröffnetes Depot bei der consorsbank.

Trader-Depot

Jetzt Depot zur Consorsbank übertragen und attraktive Wechselprämie sichern! Mehr Infos bekommst du beim Klick auf "Prämien sichern" (*)

Pinterest-Aktie Prognose, Thomas Brantl

Quelle: Thomas Brantl

Crash sei Dank: Diese Wachstumsaktien sind jetzt ein Schnäppchen

Weißt du, welches bekannte Unternehmen am 15.05.1997 sein Börsendebüt feierte? Na, bist du drauf gekommen? Richtig – an diesem Tag wagte der damalige Online-Buchhändler Amazon den Schritt auf’s Börsenparkett. Der Ausgabepreis der Amazon-Aktie lag bei 18 US-Dollar, sie kletterte jedoch schnell auf über 100 US-Dollar je Anteil. Doch dann kam der Dotcom-Crash – und riss die Amazon-Aktie in die Tiefe: Auf unter 10 US-Dollar fiel das Papier im Zuge der damaligen Börsenpanik.

Rund 20 Jahre später, im Juli 2021, markierte die Amazon-Aktie ihr vorläufiges Allzeithoch bei über 3.700 US-Dollar. Was für eine spektakuläre Entwicklung! Wer während der Dotcom-Blase die Nerven behielt, Bezos und seinem Team vertraute und an seinen Anteilen festhielt, der ist heute wahrscheinlich ziemlich reich. Zumindest dann, wenn er sein Geld nicht an anderer Stelle wieder verdödelte.

Wiederholt sich die Geschichte?

Warum ich dir das erzähle? Ganz einfach: Der aktuelle Absturz vieler Tech-Aktien erinnert mich stark an das Platzen der Dotcom-Blase im Jahr 2000: Ja, viele Werte waren überbewertet und stürzten zurecht ab. Damals wie heute gibt es aber großartige Aktien, die der Markt im Zuge der allgemeinen Panik abgestrafte. Unternehmen, bei denen die Umsätze weiter wachsen, die immer profitabler werden, aber deren Aktien trotzdem in die Tiefe gerissen werden. Amazon war so ein Unternehmen – und ich bin mir sicher: Auch heute gibt es Aktien, bei denen ein Einstieg auf dem aktuellen Kursniveau extrem lukrativ ist. Aber vorsichtig: Nicht jede gefallene Wachstumsaktie mit cool klingendem Geschäftsmodell ist heute ein Kauf…

Wachstumsaktien, Crash

Quelle: canva.com

Kennst du Boo.com? Nein? Keine Sorge, musst du nicht. Boo.com war eine der ersten börsennotierten Online-Modehändler, so etwas wie ein Vorläufer von Zalando. Innerhalb kürzester Zeit wuchs Boo.com auf 420 Mitarbeiter, alles sah aus wie bei Amazon. Einziger Unterschied: Boo.com ging im Mai 2000 pleite, weil das Unternehmen eine Millionen Mark „verbrannte“ – pro Tag. Für uns Investoren stellt sich jetzt die Frage: Wie können wir die Amazons von den Boos unterscheiden – wie finden wir die echten Schnäppchen unter den Wachstumsaktien? Und das möglichst schnell und ohne viel Aufwand – immerhin könnten die Kurse schneller wieder steigen als gedacht…

Basierend auf Kennzahlen die nächste Amazon-Aktie finden

Kennzahlen sind nicht alles: „Weiche“ Faktoren wie das Management, die Produkte oder die Kultur eines Unternehmens beeinflussen die langfristige Performance einer Aktie maßgeblich. Aber: Kennzahlen sind ein Spiegelbild all dieser weichen Faktoren. Praktisch alle großartigen Unternehmen verfügen beispielsweise über eine solide Bilanz und haben kaum Schulden – das gilt auch für Wachstumsaktien. Und selbst wenn ein junges Unternehmen heute noch keine Gewinne ausweist: Über die Free-Cashflow-Marge und das Umsatzwachstum lassen sich mit Hilfe des Rule-of-40-Scores Rückschlüsse auf das Gewinnpotential eines unprofitablen Unternehmens schließen. Und natürlich spielt die Bewertung eine Rolle, das zeigte uns die Börse spätestens im Jahr 2022…

Wachstumsaktien, Rule-of-40-Score

Quelle: aktien.guide

Wichtige Aspekte wie das Wachstum, der Rule-of-40-Score, die Verschuldung und die Bewertung fließen in den High-Growth-Investing-Score (HGI-Score) des aktien.guide ein. Je höher der Score, desto vielversprechender ist die jeweilige Aktie basierend auf den wichtigsten Kennzahlen. Möchtest du wissen, welche fünf Aktien aktuell gemessen am HGI-Score die vielversprechendsten Wachstumsaktien der Welt sind? Hier sind sie – die aktuellen Top-Five des High-Growth-Investing-Scores!

Wachstumsaktien Top 5

Quelle: aktien.guide, Stand: 20.05.2022

Diese fünf Aktien sind bezüglich ihres Wachstums, ihrer Bewertung, ihrer Profitabilität und ihrer Bilanz die vielversprechendsten Wachstumsaktien unter den mehr als 6.500 Werten, die der aktien.guide derzeit enthält. Es könnte sich lohnen, einen genaueren Blick auf diese Werte zu werfen.

Neben dem HGI-Ranking bietet dir der aktien.guide folgende Vorteile:

  • alle relevanten Kennzahlen übersichtlich und kompakt zusammengefasst
  • zahlreiche Charts, wie zum Beispiel die Entwicklung der ausstehenden Aktien, die Eigenkapitalrendite oder des Kurs-Gewinn-Verhältnis
  • die wichtigsten Quartalszahlen auf einen Blick – ohne Geschäftsberichte oder Investor Relations-Seiten durchwühlen zu müssen
  • die aktuellsten News von fool.com, Seeking Alpha und Co. sind im übersichtlichen Feed mit einem Klick abrufbar

Nutze die Vorteile des aktien.guides und fang noch heute an, systematisch und kennzahlenbasiert die attraktivsten Wachstumsaktien der Welt zu analysieren!

Hinter dem aktien.guide steckt mit Stefan Waldhauser ein Veteran was Wachstumsaktien betrifft: Er investiert seit über 30 Jahren in High-Growth-Werte und weiß, worauf es ankommt. Darüber hinaus gründete er ein erfolgreiches Softwareunternehmens und verfügt damit über jede Menge praktische Erfahrung was schnell wachsende Unternehmen betrifft. Seinem wikifolio High-Tech Stock Picking vertrauen Anleger heute knapp 13 Millionen Euro an – ein enormer Vertrauensbeweis in seine Erfahrung und in sein Know-How (Stand: 20.05.2022).

Kennzahlenbasiert und mit System: Mit dem aktien.guide die nächste Amazon-Aktie finden

Du möchtest dich ebenfalls auf die Suche nach der nächsten Amazon-Aktie begeben – systematisch und basierend auf erprobten Kennzahlen? Dann habe ich eine gute Nachricht für dich: Über die folgende Schaltfläche (*) erhältst du KOSTENLOSEN Zugriff auf 205 Aktien und deren komplette High-Growth-Investing-Analysen – inklusive aller relevanter Kennzahlen, Charts und News! Einfach mit deiner e-Mail-Adresse registrieren und schon kann’s losgehen – es dauert keine fünf Minuten und kostet dich keinen Cent.

Link zum aktien.guide

Für den Zugriff auf die HGI-Topscorerliste und über 6.300 weitere Aktien benötigst du einen Premium-Account. Mein Tipp: Bei jährlicher Zahlungsweise bekommst du den Premium-Account zwei Monate geschenkt!

Disclaimer

Für diesen Beitrag gilt – wie für alle „Aktien für jedermann“-Beiträge – der folgende Disclaimer. Bitte lies ihn dir aufmerksam durch und beachte die darin enthaltenen Ausführungen.

Ich besitze Adobe-Aktien (Stand: 28.08.2021).

(*) Affiliate Link: Wenn du dieses Produkt oder diese Dienstleistung über meinen Link kaufst, beantragst oder dich registrierst, bekomme ich eine Provision, die mir dabei hilft, diesen Blog weiter zu verbessern. Für dich ist das Produkt oder die Dienstleistung natürlich trotzdem nicht teurer, als wenn du es direkt beim jeweiligen Anbieter erwerben würdest. Dir entstehen auch keine sonstigen Nachteile durch die Nutzung dieses Links – kapitalistisches Ehrenwort!

Zurück zum Blog

1 Kommentar

Eine sehr informative und pointierte Analyse des Unternehmens. Ich stimme mit deiner Meinung über die Zukunft von Adobe größtenteils überein, allerdings glaube ich, dass du bei der Berechnung des Kursziels etwas zu optimistisch warst. Ich bin selbst investiert und würde mich demnach natürlich sehr freuen, wenn deine Schätzungen eintreffen würden, jedoch halte ich 22,5% Gewinnwachstum auf 10 Jahre für zu hoch gegriffen. Das würde dem 7,5fachen des aktuellen Gewinns entsprechen, sprich knapp 40 Milliarden Dollar Gewinn in 2031. (Natürlich etwas weniger, weil du EPS Wachstum genommen hast und dieser Wert zusätzlich durch Aktienrückkäufe steigt). Ich glaube nicht, dass der Markt in dem sich Adobe befindet, solche Steigerungen noch hergibt. Die Bewertung ist tatsächlich das einzige, was mir bei Adobe Sorgen bereitet. Ich rechne mit knapp 16% Gewinnwachstum pro Jahr und bin damit schon recht deutlich über den Erwartungen der Wallstreet und komme damit auf eine Renditeerwartung von 7-8% p.a., ebenso bei fairem KGV, KUV und KCV, also nur leicht über der Marktrendite und ich bin mir nicht sicher, ob man da nicht vielleicht erstmal Gewinne mitnehmen sollte und in Salesforce oder ServiceNow umschichten sollte. Aber verschiedene Ansichten gehören ja schließlich zum Börsenalltag dazu, sonst gäbe es ja keinen Handel :) Jedenfalls danke für die Analyse!

MfG Philipp

Philipp

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte beachte, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen.