Die Fraport-Aktie nach Q1-Zahlen – noch immer ein Kauf?

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Die Fraport-Aktie stand seit Jahren auf meiner Watchlist, im Zuge des Kursverfalls aufgrund der Corona-Pandemie habe ich dann zweimal zugeschlagen (hier geht's zu Kauf Nummer 1 und hier zu Kauf Nummer 2).

Nachdem ich Ende März meine Fraport-Aktienanalyse auch hier auf meinem Blog vorgestellt habe, ist es an der Zeit, einen Blick auf die Q1-Zahlen von Fraport zu werfen – denke ich, dass die Fraport-Aktie jetzt noch immer ein Kauf ist?

So lief das erste Quartal für die Fraport-Aktie

Angesichts der massiven Ausgangsbeschränkungen und Reiseverbote rund um den Globus, sehen die Q1-Zahlen von Fraport eigentlich gar nicht mal so schlecht aus.

Umsatz   - 12,6 %
EBIT   - 85,7 %
Gewinn je Aktie - 0,31 Euro

Quelle: Fraport Q1-Bericht, Vergleichszeitraum Q1 2019 

Besonders bemerkenswert: In den ersten drei Monaten des Jahres erwirtschaftete Fraport ein positives EBIT von 12,3 Mio. Euro. Nach Zinsen und Steuern wurde es zwar dann doch negativ, nichtsdestotrotz hätte man an dieser Stelle schlimmeres erwarten können.

Unter anderem hat man dieses positive EBIT stark gesunkener Kosten zu verdanken.

Personalkosten - 2,5 %

Materialkosten - 21,0 %

Finanzierungskosten - 4,0 %

Da bis Februar alles mehr oder weniger normal gelaufen ist und die Sparmaßnahmen erst zum Ende des ersten Quartals zur Geltung gekommen sein dürften, gehe ich davon aus, dass Fraport im zweiten Quartal noch höhere, prozentuale Einsparungen ausweisen kann.

Das dürfte dann aber auch schon das einzige positive beim Blick auf's zweite Quartal gewesen sein...

Das zweite Quartal dürfte richtig übel werden...

... denn in den Monaten April und Mai war's ziemlich ruhig am Frankfurter Airport. Abgesehen vom einzigen chinesischen Airport im Portfolio dürfte das auch für alle anderen Fraport-Flughäfen gegolten haben. Ich rechne daher damit, dass das zweite Quartal DEUTLICH schlechter ausfallen wird als das erste, das ja zumindest bis Mitte Februar einigermaßen normal abgelaufen ist.

Name Fraport
WKN 577330
Land Deutschland
Dividendenrendite 0,0 %
Kurs 39,40 Euro

Quelle: finanzen.net, Stand: 20.05.2020

Ein bisschen Licht am Ende Tunnels gibt es aber: Die Lufthansa, Ethiad, Delta Airlines, WizzAir und zahlreiche weitere Airlines planen, ihre Flüge aber Frankfurt langsam wieder hochzufahren.

Eine nochmaliger Ausbruch der Corona-Pandemie könnte die aufkeimende Hoffnung aber natürlich schnell wieder zunichte machen...

... und so steht's um die Bilanz der Fraport-Aktie

... weshalb wir weiterhin einen Blick auf die Bilanz von Fraport haben sollten – da darf man sich von kurzfristigen Erfolgsmeldungen nicht blenden lassen!

Sehr erfreulich: Verglichen mit Ende Dezember konnte die Liquidität um 185 Millionen Euro auf rund 1,3 Milliarden Euro erhöht werden! Vom Himmel gefallen ist dieses Geld jedoch leider nicht – man musste zusätzlich Schulden aufnehmen. So stiegen die langfristigen Verbindlichkeiten um 423 Millionen Euro, die kurzfristigen hingegen sanken um 127 Millionen Euro. Macht eine Netto-Neuverschuldung von circa 296 Millionen Euro.

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Wirklich schlimm ist das erstmal nicht – die Zinszahlungen für diese Summe dürften irgendwo zwischen 10 und 20 Millionen Euro pro Jahr liegen. Für eine Unternehmen von der Größe Fraports kein Problem, insbesondere da die Zinsbelastung – zumindest bis Corona kam – ohnehin eher niedrig war.

Fazit: Basierend auf den aktuellen Zahlen ist die Liquidität der Fraport-Aktie meiner Meinung nach für die nächsten fünf Monate gesichert, selbst wenn sich die Corona-Situation in den nächsten Wochen nicht entscheidend bessern sollte.

Wie ich bezüglich der Fraport-Aktie weitermachen werde

Solange es keine zweite "Corona-Welle" mit Ausgangsbeschränkungen und Reiseverboten gibt, denke ich, wird Fraport keine Liquiditätsprobleme bekommen. Wie realistisch ein nochmaliger Shut-Down ist – ich habe keine Ahnung!

Genau darin liegt derzeit das wohl größte Risiko bezüglich der Fraport-Aktie, dessen müssen wir Investoren uns bewußt sein: Eine zweite Welle würde der Aktie wohl neue Tiefstände bescheren.

Ich für meinen Teil glaube langfristig an das Unternehmen, das Geschäftsmodell und das Management – trotz des eben erwähnten Risikos. Eine Aufstockung meiner Fraport-Position – und damit Reduzierung meines durchschnittlichen Einstiegspreises – in den nächsten Tagen könnte ich mir daher durchaus vorstellen.

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