Die Garmin-Aktie zeigt, das Schweizer Aktien auch Wachstum können

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Ich habe ein paar Schweizer Aktien im Depot, unter anderem die von Geberit und Schindler. Beide bescherten mir stabile Renditen: Die Geberit-Aktie legte in den letzten fünf Jahren 71,1 % zu, die Schindler-Aktie um 31,1 %. Bei beiden Werten kommen zur Kursperformance ein paar Prozent Dividende dazu. Ganz nett –  aber mit einem diversifizierten World-ETF konnten beide nicht mithalten: Der iShares MSCI World UCITS ETF legte im selben Zeitraum um 88 % zu!

Als ich neulich im aktien.guide nach neuen Wachstumsaktien suchte, bin ich auf die Garmin-Aktie gestoßen – ebenfalls eine Schweizer Aktie. Im aktien.guide erhielt sie einen hohen High-Growth-Investing-Score. Für mich Grund genug, einen genaueren Blick auf dieses Unternehmen zu werfen! Was es mit dem High-Growth-Investing-Score auf sich hat und ob die Garmin-Aktie tatsächlich das Zeug zur Schweizer Wachstumsaktie hat, erfährst du im heutigen Beitrag.

Ich wünsche dir viel Spaß mit meiner Garmin-Aktienanalyse!

Wachstumsaktien Schweiz, Garmin-Aktie

Quelle: canva.com

Das Geschäftsmodell hinter der Garmin-Aktie

Für Wachstumsaktien ist die Schweiz wie eingangs erwähnt nicht unbedingt bekannt. Die Eidgenossen brachten zwar tolle Unternehmen mit solidem Wachstum und Dividenden hervor. Aber bekannte, schweizer Wachstumsaktien? Da fiel mir erstmal nichts ein – bis ich wie erwähnt im aktien.guide auf die Garmin-Aktie gestoßen bin! In diesem auf Kennzahlen basiertem Bewertungsmodell – dem sogenannten High-Growth-Investing-Score (HGI) – kommt die Garmin-Aktie auf 13 von 18 möglichen Punkten.

Garmin-Aktie, Wachstumsaktien Schweiz

Quelle: aktien.guide (*)

Was hat es mit dem HGI-Score auf sich?

Die High-Growth-Investing-Strategie (HGI-Strategie) ist eine langfristig orientierte Strategie zum Stock-Picking von Wachstums-Unternehmen. Sie wird von Software-Unternehmer Stefan Waldhauser in seinem High-Tech Stock Picking-wikifolio umgesetzt. Dieses wikifolio hat seit seiner Auflage Mitte 2016 eine Performance von über 280 % erzielt. Die durchschnittliche Jahresrendite beträgt derzeit 28,3 % (Stand: 19.11.2021).

Die High-Growth-Investing-Strategie nutzt eine Reihe von Kennzahlen, die sich dazu eignen, die vielversprechendsten Unternehmen aus einem Anlageuniversum von schnell wachsenden Unternehmen herauszufiltern. Selbst wenn diese noch nicht profitabel sind! Wenn du spannende Aktien basierend auf diesen Kennzahlen finden möchtest, dann empfehle ich dir die High-Growth-Investing Topscorer des aktien.guides.

Mehr über den HGI-Score erfährst du hier

Jetzt aber zurück zur heutigen Aktienanalyse! Ich denke, den meisten wird der Name "Garmin" geläufig sein. Die etwas älteren unter uns – ich zum Beispiel – kennen noch die Garmin-Navigationssysteme für's Auto. Und jeder ambitionierte Läufer nutzt – oder kennt zumindest – die Smartwatches von Garmin, die speziell auf den Laufsport ausgelegt sind. Ich selbst nutzte zum Beispiel eine Garmin Forerunner, als ich 2019 am München Halbmarathon teilnahm.

Garmin-Aktie

Quelle: Thomas Brantl

Da ich es liebe in Aktien zu investieren, zu deren Produkten ich einen Bezug habe, erfüllt die Garmin-Aktie schon mal eine wichtige Anforderung. Garmin kann aber mehr als nur Uhren und Navigationssysteme – viel mehr sogar! Im Jahr 2020 stammten die Umsätze von Garmin aus fünf verschiedenen Bereichen. Auf zwei davon bin ich bereits kurz eingegangen, die drei anderen sind wahrscheinlich weniger bekannt.

Garmin-Aktie, Wachstumsaktien Schweiz

Quelle: Garmin Investor Relations, Darstellung: Autor

Fitness

Dieses Segment umfasst die angesprochen Smartwatches für Läufer, beinhaltet darüber hinaus weitere Produktgruppen: Vom Fahrrad-Computer über Geräte zur Herzfrequenzmessung bis hin zum Fitness-Tracker finden wir alles rund um's Thema Fitness. Auswerten lassen sich die gesammelten Daten mit der übergreifenden Garmin Connect IQ-App. Eine runde Sache, die wirklich gut funktioniert – das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.

Garmin-Aktie, Fitness

Quelle: Garmin Investor Relations, schwarzer Balken: Umsatz, gestreifter Balken operativer Gewinn

Outdoor

Im Outdoor-Segment geht es ebenfalls teilweise um Uhren, diesmal jedoch um Abenteuer-Uhren beziehungsweise Uhren für spezielle Sportarten. Die Garmin-Tauchuhren beispielsweise können den Füllstand von bis zu sechs unterschiedlichen Gasen darstellen. Die Golf-Wearables zeigen den Abstand zwischen aktueller Position und dem anvisierten Loch an. Und die Abenteueruhren können Karten darstellen, Routen festlegen und teilweise sogar per Solar geladen werden. Das Outdoor-Segment ist gemessen an Gewinn und Marge das attraktivste im Garmin-Konzern.

Garmin-Aktie, Outdoor

Quelle: Garmin Investor Relations, schwarzer Balken: Umsatz, gestreifter Balken operativer Gewinn

Marine

Auch auf dem Wasser nutzt Garmin sein Know-How rund um GPS, Karten und Navigation. Das Unternehmen bezeichnet sich selbst als Premium-Anbieter von Kartenmaterial für den gesamten Marinebereich, hat einen Fishfinder entwickelt und bietet seinen Kunden Sonar- und Radarlösungen an.

Garmin-Aktie, Marine

Quelle: Garmin Investor Relations, schwarzer Balken: Umsatz, gestreifter Balken operativer Gewinn

Aviation

Egal ob GPS-System, Radar, Instrumente, Wetterauswertung oder Warnsysteme: Garmin hat zahlreiche Lösungen für die Luftfahrtindustrie im Sortiment. Dieser Bereich litt zwar unter der Corona-Pandemie, könnte langfristig aber ein großer Profiteur einer weltweit steigenden Reiselust sein.

Garmin-Aktie Aviation

Quelle: Garmin Investor Relations, schwarzer Balken: Umsatz, gestreifter Balken operativer Gewinn

Auto

Wie eingangs erwähnt ist Garmin ein führender Anbieter von mobilen Navigationssystemen. Darüber hinaus ist das Unternehmen Zulieferer für zahlreiche Kunden aus der Automobilbranche. Wenn du ein festeingebautes Navigationssystem im Auto hast, dann könnte es also von Garmin sein. Besonders gut läuft dieses Bereich allerdings nicht: Im Jahr 2020 musste sogar ein operativer Verlust ausgewiesen werden.

Garmin-Aktie, Auto

Quelle: Garmin Investor Relations, schwarzer Balken: Umsatz, gestreifter Balken operativer Gewinn

Fazit zum Geschäftsmodell von Garmin

Von den fünf Geschäftsbereichen sind im Jahr 2020 drei um mindestens 20 % gewachsen. Ohne Corona wäre dies sicherlich auch für das Aviation-Segment zumindest möglich gewesen. Entsprechend können wir hier meiner Meinung nach auf jeden Fall von einer Schweizer Wachstumsaktie sprechen – zumindest im Corona-Jahr 2020.

Was den Fitnessbereich angeht kann ich nur gutes über Garmin berichten: Meine Laufuhr hat wirklich hervorragend funktioniert (und sie würde das wohl auch heute noch, aber ich habe mich inzwischen wieder dem Kraftsport gewidmet) und das gehalten, was sie versprach. Für mich sind hervorragende Produkte ein wichtiges Kriterium bei meiner Aktienwahl. Dieses Kriterium erfüllt die Garmin-Aktie schon mal.

Einziger Makel: Ich investiere bevorzugt in fokussierte Geschäftsmodelle. Apple verkauft hauptsächlich Smartphones, Tablets und andere Wearables. NVIDIA designt Chips, Rational baut Küchengeräte. Und Visa ermöglicht mit seinem Kartensystem weltweit bargeldlose Zahlungen. All diese fokussierten Geschäftsmodelle gehörten zu meinen absoluten Top-Performern – so richtig passt die Garmin-Aktie nicht in dieses Schema.

Auch bei Garmin bauen zwar mehr oder weniger alle Segmente auf den Fähigkeiten "GPS, Karten und Navigieren" auf. Jedoch unterscheiden sich die einzelnen Produkte und Kunden doch erheblich voneinander. Ich würde zwar nicht von einem klassischem Mischkonzern sprechen, nach ein bisschen "Mischi-Maschi" schaut's für mich aber schon aus.

Trotz dieses Makels halte ich das Geschäft von Garmin insgesamt für attraktiv, weil meiner Meinung nach in vier von fünf Segmente eine Menge Wachstumspotential steckt.

Kennzahlen und Dividende der Garmin-Aktie

Ein Blick auf die wichtigsten Kennzahlen soll uns nun Aufschluss darüber geben, ob das Geschäft von Garmin wirklich so vielversprechend ist, wie es das Wachstum im Jahr 2020 angedeutet hat. Lass uns am besten gleich beim Wachstum bleiben, diesmal betrachten wir jedoch den Zeitraum zwischen 2015 und 2020.

Umsatzwachstum 5 Jahre p.a. + 8,2 %
operatives Gewinnwachstum 5 Jahre p.a. + 13,9 %
Wachstum Gewinn je Aktie 5 Jahre p.a. + 16,8 %

Quelle: finanzen.net, Werte beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2020

Langfristig betrachtet sieht das Wachstum dieser Schweizer Aktie dann doch ein bisschen ernüchternd aus. Ein Umsatzwachstum von gut 8 % und ein Gewinnwachstum von knapp 14 %: Das haut mich jetzt nicht wirklich vom Hocker... Am Ende dieses Abschnitts werfen wir einen Blick auf die jüngsten Garmin-Quartalszahlen – mal sehen, ob der positive Trend aus 2020 fortgesetzt werden kann. Oder ob man sich doch eher wieder dem langfristigen Wachstum von rund 10 % annähert... Zunächst möchte ich jedoch einen Blick auf die Profitabilität von Garmin werfen.

EBIT-Marge 2020 25,2 %
Eigenkapitalrendite (operativ) 19,1 %
Gesamtkapitalrendite (nach Steuern und Zinsen) 13,9 %

Quelle: aktien.guide

Eine operative Marge von über 25 % vermag definitiv schon einmal zu überzeugen. Solch hohe EBIT-Margen deuten darauf hin, dass ein Unternehmen über attraktive Produkte verfügt, die sich nicht über einen niedrigen Preis verkaufen werden müssen. Außerdem lässt sich daraus schließen, dass Garmin seine Kosten im Griff hat. Beides spricht für ein gut funktionierendes Geschäftsmodell.

Sowohl die Eigenkapitalrendite als auch die Gesamtkapitalrendite sind zwar nicht so hoch wie bei Software-Aktien wie Adobe. Aufgrund des höheren Kapitalaufwands für Fertigung und Produktion war dies allerdings auch zu erwarten. Darüber hinaus verfügt Garmin über eine Menge Eigenkapital, was die Eigenkapitalrendite negativ beeinflusst.

Womit wir auch schon bei der Garmin-Bilanz angekommen wären. Und die sieht – wie angedeutet – hervorragend aus.

Zinsdeckungsgrad
Eigenkapitalquote 78,5 %
Verhältnis Cash / Verbindlichkeiten 121,8 %

Quelle: aktien.guide

Einen Zinsdeckungsgrad gibt es bei der Garmin-Aktie nicht, weil das Unternehmen höhere Zinseinkünfte als Zinskosten hat. Gar nicht so einfach im aktuellen Niedrigzinsumfeld: Diese Schweizer haben halt schon immer gewußt, wie man mit Geld umgeht! Die Eigenkapitalquote ist mit knapp 80 % beeindruckend hoch. Darüber hinaus verfügen die Schweizer über mehr Cash als Schulden. Was soll ich sagen: Ich habe noch nie ein Unternehmen mit einer solideren Bilanz als Garmin analysiert!

Das ist zum einen natürlich positiv, weil ein finanzieller Puffer für schwierige Zeiten vorhanden ist. Außerdem zeigt eine solche Bilanz, dass im Unternehmen sehr langfristig gedacht wird. Jedoch frage ich mich auf der anderen Seite, ob etwas mehr Fremdkapital das Wachstum nicht positiv beeinflussen könnte... Trotzdem gilt natürlich: Lieber zu wenig Schulden als zu viel – Daumen hoch für die Garmin-Bilanz.

Zum Abschluss des Kennzahlen-Blocks möchte ich noch einen kurzen Blick auf die jüngsten Quartalszahlen sowie auf die Dividende von Garmin werfen. Kurz und knapp zusammengefasst: Der Umsatz stieg leicht, der Gewinn jedoch ist gefallen.

Garmin Quartalszahlen

Quelle: aktien.guide (*), Q3-Zahlen Garmin im Vergleich zum Vorjahreszeitraum

Schwach entwickelten sich das Fitness- und das Outdoorsegement, die sich beide im Jahr 2020 noch so überzeugend schlugen. Besonders stark zeigte ich das Marinegeschäft (25 % mehr Umsatz) und das Luftfahrtsegment (19 % mehr Umsatz). Die Garmin Quartalszahlen zeigen somit das Dilemma von Mischkonzernen: So gut wie nie entwickeln sich alle Segmente gleich gut, ein oder zwei Bereiche sind immer ein "Bremsklotz". Das reduziert zwar auf der einen Seite das Risiko, weil auch nie alles gleichzeitig schlecht läuft. Für schnelles Wachstum sind "Bremsklötze" aber logischerweise hinderlich.

Ein kleine Dividende gibt's bei der Garmin-Aktie ebenfalls: Sie ist mit derzeit knapp 1,7 % Dividendenrendite zwar nicht sonderlich hoch, dafür allerdings äußerst stabil und verlässlich: In den letzten zehn Jahren musste die Garmin-Dividende nicht ein einziges mal gesenkt werden, im Schnitt wuchs sie um 3,6 % jährlich. Die Payout-Ratio ist mit 54,3 % auf einem vernünftigen Niveau, was die langfristig ausgelegte Unternehmensführung ein weiteres mal untermauert.

Garmin Dividende

Quelle: aktien.guide (*), Stand: 24.11.2021

Fazit zu den Garmin-Kennzahlen

Besonders positiv fällt die überdurchschnittlich starke Garmin-Bilanz auf – in dieser Form habe ich so etwas bisher noch nicht gesehen. Auch die Profitabilität ist für einen Hardware-Hersteller sehr gut. Einzig das Wachstum könnte etwas höher sein. Ansonsten gibt's an den Garmin-Kennzahlen nichts zu meckern.

Das Management hinter dieser Schweizer Aktie

CEO von Garmin ist Clifton Pemble. Das besondere an ihm: Er ist bereits seit 1989 Teil des Unternehmens – dem Gründungsjahr von Garmin. Er war quasi ein Mitarbeiter der ersten Stunde, was für eine besondere Verbundenheit zum Unternehmen sorgen dürfte. Seit 2007 ist er im Vorstand von Garmin, seit 2013 Vorstandsvorsitzender. Die positive Entwicklung der letzten Jahre ist damit größtenteils unter seiner Führung entstanden, was definitiv für ihn und seine Fähigkeiten spricht. Mit Pemble steht also ein loyaler, erfahrener und nachgewiesen erfolgreicher CEO an der Spitze von Garmin.

Eine weitere, spannende Persönlichkeit finden wir im Aufsichtsrat. Dr. Min Kao ist einer der beiden Gründer von Garmin, sein Name steckt sogar im Unternehmensnamen (GarMIN). Neben seinem Vorsitz im Aufsichtsrat besitzt Kao knapp 10 % aller ausstehenden Garmin-Aktien und ist damit einer der größten Einzelaktionäre des Unternehmens. Ich finde es großartig, wenn Gründer Einfluss auf "ihr" Unternehmen ausüben können. Schließlich weiß keiner besser, wie das Unternehmen erfolgreich wurde. Meist sorgen sie darüber hinaus für eine langfristig orientierte Unternehmensausrichtung, was ich als langfristig denkender Anleger natürlich großartig finde.

Fazit zum Garmin-Management

Das Management ist tief mit dem Unternehmen verwurzelt und zeigte in den letzten Jahren, dass es in der Lage ist, Garmin erfolgreich zu führen. Darüber hinaus schuf Garmin sich durch seine nahe stehenden Anteilseigner und die Zusammensetzung des Aufsichtsrates ein perfektes Umfeld, um eine langfristig ausgerichtete Unternehmenskultur zu fördern. Nach so einem Management halte ich Ausschau, wenn ich nach einer neuen Aktien suche – ich bin begeistert.

Mein Garmin-Kursziel

Fazit bis hierher: Ich halte Garmin für ein großartiges Unternehmen, einzig das "versprenkelte" Geschäftsmodell und das matte Wachstum der letzten Jahre stören mich ein wenig. Zweiteres steht jedoch immer im Zusammenhang mit der Bewertung: Wenn eine Aktie mit wenig Wachstum entsprechend niedrig bewertet ist, kann dies trotzdem ein Investmentcase für mich sein. Zumindest dann, wenn die Qualität des Unternehmens stimmt. Und das ist meiner Meinung nach bei der Garmin-Aktie der Fall.

Die Frage lautet also: Welches Garmin-Kursziel ist realistisch? Um diese schwierige Frage zumindest annäherungsweise beantworten zu können, nutze ich mein selbst erstelltes Bewertungstool. Es basiert auf dem aktuellen Gewinn je Aktie, meinem prognostiziertem Wachstum und einer Abzinsung plus Safety-Margin. Mein Garmin-Aktie Kursziel liegt knapp 53 % unterhalb des Kurses vom 26.11.2021.

Garmin-Aktie Kursziel

Quelle: YAHOO! Finance, Annahmen und Prognosen des Autors

Die Frage an dieser Stelle ist immer die selbe: Mit welcher Wahrscheinlichkeit wird Aktie XY einen breit diversifizierten World-ETF in den nächsten zehn Jahren schlagen können? Da man auch bei einem World-ETF mindestens die Abzinsung ansetzen muss, können wir beim World-ETF mit rund 5 % jährlicher Rendite rechnen. Das entspricht ziemlich genau meinem Garmin-Kursziel – ich erwarte basierend auf den angesetzten Werten also keine signifikante Outperformance der Garmin-Aktie. Folgende Punkte sollten wir allerdings berücksichtigen.

  • im Tool sind keine Dividenden enthalten, die können wir als zusätzliche Rendite dazu rechnen
  • mein KGV von 20 ist ziemlich konservativ. Aktuell wird die Garmin-Aktie mit einem KGV von knapp 24 gehandelt
  • meine Berechnung enthält eine Safety-Margin von 25 %
  • der Gewinn zeigte zuletzt eine dynamische Entwicklung

All diese Faktoren führen dazu, dass ich der Garmin-Aktie zutraue, einen breit diversifizierten World-ETF in den nächsten zehn Jahren zu schlagen. Gigantische Überrenditen – wie sie beispielsweise NVIDIA oder SolarEdge in den letzten Jahren erwirtschafteten – erwarte ich aufgrund meines Kursziels für die Garmin-Aktie jedoch nicht.

Mein Fazit: Aktien aus der Schweiz können Wachstumsaktien sein!

Die Garmin-Aktie bewerte ich im Prinzip ähnlich wie die beiden in der Einleitung erwähnten Schweizer Aktien. Stabile Rendite: Ja. Outperformance: Möglich, sicher. Von einer signifikanten Outperformance gehe ich beim aktuellen Kursniveau aber nicht aus.

Würde sich der Kurs der 120 US-Dollar-Marke annähern, hätte die Garmin-Aktie in meinen Augen genügend Kurspotential, als das ich ein Investment in Betracht ziehen würde. Solange die Aktie allerdings um die 140 US-Dollar – oder mehr – kostet, reicht es vorerst nur für meine Watchlist.

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Aktienanalysen

Du willst die nächste NVIDIA-Aktie finden – vor allen anderen?

Es gibt Aktien, die machen uns Investoren reich. Die NVIDIA-Aktie ist so eine – sie legte in den letzten zehn Jahren um über 7.800 % zu. Oder etwas konkreter ausgedrückt: Wer damals 5.000 Euro in NVIDIA investierte, der kann sich heute über mehr als 400.000 Euro auf seinem Konto freuen. Eine wirklich beeindruckende Entwicklung! Doch wie finden wir solche „Reichmacher“-Aktien, bevor sie durch die Decke gehen?

Ein Patentrezept zum Aufspüren solcher Raketen habe ich zwar keines. Es gibt aber Kennzahlen, die frühzeitig darauf hindeuten, ob eine Aktie das Potenzial zum Vervielfacher hat. Oder eben nicht. Doch welche sind das? Beliebte Kennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) oder die Eigenkapitalrendite eignen sich kein bisschen für die Bewertung von Wachstumsaktien. Wer jedoch nicht weiß, auf welche Zahlen er schauen muss, der hat keine Chance, frühzeitig auf den nächsten Tenbagger zu stoßen. Noch schlimmer: Die Depots dieser Anleger dümpeln oft lustlos vor sich hin. Im schlimmsten Fall drohen sogar Verluste!

Mit den richtigen Kennzahlen zum Tenbagger

Das muss nicht sein: Wer weiß, auf welche Kennzahlen es ankommt, der kann die Aktien von schlechten Unternehmen ausschließen und sich auf die vielversprechendsten konzentrieren! Eine der wichtigsten Kennzahlen bei Wachstumsaktien ist der Rule-of-40-Score. Er setzt sich aus der Summe des Umsatzwachstums und der Free-Cashflow-Marge zusammen. Beträgt der Rule-of-40-Score über 50 %, ist dies ein gutes Zeichen. Denn ein so hoher Wert deutet darauf hin, dass wir eine Wachstumsaktie mit einer Menge Potential vor uns haben! Die NVIDIA-Aktie hat derzeit beispielsweise einen Rule-of-40-Score von 93,8 %.

Rule-of-40-Score-NVIDIA

Doch wie finde ich die Aktien mit den höchsten Rule-of-40-Scores – ohne dafür hunderte von Geschäftsberichten durchwühlen zu müssen? Darüber hinaus ist diese Kennzahl ja nicht die einzige, auf die es bei Wachstumsaktien ankommt. Sieht nach einer Menge Arbeit aus… War es tatsächlich auch – bis ich den aktien.guide entdeckte!

Die besten Wachstumsaktien finden – mit der HGI-Topscorer-Liste

Der aktien.guide spuckt mit wenigen Klicks die Rule-of-40-Scores von über 6.500 Aktien aus aller Welt aus. Aber es kommt noch besser: Aus fünf weiteren, für Wachstumsaktien wichtigen Kennzahlen bildet sich der sogenannte High-Growth-Investing-Score, kurz HGI-Score. Je attraktiver die relevanten Kennzahlen sind, desto mehr Punkte erhält eine Aktie – und desto höher fällt deren HGI aus. Aktien mit einem hohen HGI-Score verfügen über eine Menge Potential und könnten sich ähnlich spektakulär entwickeln wie die NVIDIA-Aktie. Das für mich wertvollste Feature: Der aktien.guide berechnet automatisch die HGIs von über 6.500 Aktien aus aller Welt und erstellt daraus eine Topscorer-Liste! Er aktualisiert – selbständig und regelmäßig – die HGI-Topscorer, weshalb wir neue Wachstumsperlen sofort auf dem Schirm haben, sobald diese auftauchen.

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  • Topscorer-Liste mit den vielversprechendsten Wachstumsaktien der Welt
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Chartvergleich KGV Applied Materials ASML

Quelle: aktien.guide

Hinter dem aktien.guide steckt Stefan Waldhauser. Er investiert bereits seit über 30 Jahren in Wachstumsaktien und bringt damit eine Menge Erfahrung mit. Viel wichtiger: Er ist nicht nur erfahren, sondern extrem erfolgreich: Sein wikifolio „High-Tech Stock Picking“ legte seit seiner Auflage im Jahr 2016 um über 235 % zu (Stand: 19.01.2022)! Dieses wikifolio basiert auf den sechs Kennzahlen, aus denen sich auch der HGI-Score zusammensetzt. Stefan’s wikifolio ist damit der beste Beweis, wie wertvoll der aktien.guide bei der Suche nach großartigen Wachstumsaktien ist.

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Ich liebe Einzelaktien, aber die Garmin-Aktie zeigt...

... dass es verdammt schwierig ist den breiten Markt langfristig zu schlagen! Auch wenn mir das in den letzten Jahren gelungen ist, so bin ich mir doch bewußt, dass das nicht auf ewig so bleiben muss: Den meisten Privatanlegern gelingt es nachweislich nicht, den breiten Markt zu schlagen! So begann ich vor rund zwei Jahren, mir neben meinem Aktiendepot ein ETF-Depot aufzubauen, um mir damit die marktübliche jährliche Rendite von rund 7 % zu sichern. Doch dieses Unterfangen gestaltete sich schwieriger als zunächst angenommen...

Welcher World-ETF ist der beste für mich? Soll ich mir wirklich einen Emerging Markets-ETF ins Depot legen – trotz dessen mieser Performance der letzten Jahre? Ausschüttend oder thesaurierend, physisch replizierend oder synthetisch, iShares oder Vanguard? Was ist mit Branchen-ETFs? Und so weiter...

Also begann ich, alles rund um's Thema ETFs in mich aufzusaugen: Bücher, Videos, langfristige Entwicklungen, Hintergründe und vieles mehr. Daraus resultierten zwei Dinge: Mein strukturiertes und systematisch zusammengestelltes ETF-Depot – und der ETF-Atlas. In diesem praxisnahen ETF-Ratgeber erfährst du alles, was du wissen musst, um dir ein günstiges, effizient und vollständig automatisierbares ETF-Portfolio aufzubauen. Eine gesunde Ergänzung eben zu unseren risikoreicheren Einzelaktien!

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Schweizer Aktien

Disclaimer

Für diesen Beitrag gilt – wie für alle „Aktien für jedermann“-Beiträge – der folgende Disclaimer. Bitte lies ihn dir aufmerksam durch und beachte die darin enthaltenen Ausführungen.

Ich besitze keine Garmin-Aktien (Stand: 02.12.2021).

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