Die Xiaomi-Aktie – ein China-Böller mit Tenbagger-Potential?

Xiaomi Xiaomi Bewertung Xiaomi-Aktienanalyse

Das chinesische Tech-Unternehmen Xiaomi wagte im Juli 2018 den Sprung auf's Börsenparkett – genauer gesagt das Hongkonger Börsenparkett. Die Bilanz bisher: Enttäuschend! Stand heute notiert die Aktie rund 32 % unterhalb ihres Kurses vom Ausgabetag.

Langfristige Anleger lassen sich davon allerdings nicht abschrecken – so manche Aktie entwickelte sich in den ersten Monaten nach dem IPO schwach, ich denke hier unter anderem an Alibaba oder Facebook.

Grund genug, sich die Xiaomi-Aktie heute einmal genauer anzuschauen!

Xiaomi-Aktienanalyse - kurz und knapp

Xiaomi ist ein chinesischer Hard- und Softwarehersteller, der vor allem für seine qualitativ hochwertigen Smartphones zum Schnäppchenpreis bekannt ist. Inzwischen kommen allerdings viele weitere Geräte aus dem Hause Xiaomi – vom E-Roller über smarte Glühbirnen bis hin zum Staubsauger, das Produktportfolio wächst kontinuirlich.

Das Geschäftsmodell von Xiaomi ist – wie bereits angedeutet – hochwertige Hardware zu Herstellkosten zu verkaufen. Durch den Verkauf der zugehörigen Software und Werbung verdient Xiaomi dann erst im zweiten Schritt Geld.

Was für die Xiaomi-Aktie spricht

Das positive an dieser Strategie: Das Geschäft mit Software ist generell margenstark und wunderbar skalierbar – eine Grundvorraussetzung für schnell wachsende Gewinne. Und damit auch für kletternde Aktienkurse. Generell halte ich das Geschäftsmodell von Xiaomi daher für absolut Tenbagger-tauglich.

Die geschickte Vernetzung verschiedener Hardware-Produkte – beispielsweise von einem Smartphone und einem E-Roller – kann interessante Mehrwerte für den Kunden schaffen. Und daraus wiederum kann ein starkes Ökosystem entstehen, aus dem die Kunden gar nicht mehr herauswollen. Ähnliches konnten wir in den letzten Jahren bei Apple beobachten. Solche Ökosysteme schaffen besonders loyale Kunden – und die greifen auch gern einmal ein bisschen tiefer in die Tasche oder verzeihen den ein oder anderen Makel.

Das was Xiaomi bis heute geschaffen hat ist umso beeindruckender, wenn man bedenkt, dass dieses Unternehmen erst im Jahr 2010 gegründet wurde. Dahinter steckt noch heute größtenteils das Gründerteam rund um CEO Lei Jun – dem Hauptgründer von Xiaomi. Er hat bereits zwei Unternehmen gegründet – eines davon wurde an Amazon verkauft. Außerdem ist er selbst Investor in einigen StartUps.

Absoluter Klassiker im Bereich der Finanzliteratur (*)

Fazit für uns Investoren: Jun ist unternehmerisch erfahren, hat bereits einige Unternehmen gegründet und geleitet. Gleichzeitig sitzen die Gründer von Xiaomi im Vorstand – und die dürften wie wir langfristigen Investoren eine dauerhaft erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens im Kopf haben – wie in einem Familienunternehmen. Und in solche investiere ich besonders gerne!

Der nächste Punkt meiner Xiaomi-Aktienanalyse sind die Punkte, die mir an diesem Unternehmen weniger gut gefallen.

Was gegen die Xiaomi-Aktie spricht

Im ersten Teil habe ich den Punkt mit den vielen unterschiedlichen Produkten bereits erwähnt – daraus könnte sich ein starkes Ökosystem entwickeln. Auf der anderen Seite entsteht bei Xiaomi so etwas wie ein bunter "Gemischtwarenladen". Das Problem: Wer viel unterschiedliches macht, der könnte den Fokus verlieren! Und daraus resultieren nicht selten viele, durchschnittliche Produkte.

Viele der erfolgreichsten Unternehmen unserer Zeit sind durch eine starke Fokussierung an die Spitze gekommen – denk nur an Apple, Facebook oder Visa. Xiaomi scheint derzeit eher Richtung Samsung unterwegs zu sein – wir machen alles ein bisschen, aber nichts so richtig herausragend.

Die Strategie "Top-Technik zum Produktionspreis" hört sich erst einmal verlockend – doch solche Produkte ziehen meist extrem preissensible Kunden an. Diese sind oftmals wenig loyal und nicht besonders ausgabefreudig. Hier braucht's schon ein sehr ausgeprägtes Ökosystem – ansonsten wird das Unternehmen niemals besonders profitabel werden.

Genau diesen Effekt konnte man in den ersten neun Monaten dieses Jahres beobachten – die operative Marge liegt bei mickrigen 6,1 %.

Auch das Wachstum ist aktuell nicht annähernd so rasant, wie wir das bei Alibaba oder Tencent beobachten können – der Umsatz legte in den ersten neun Monaten um gerade mal 14,5 % verglichen zum Vorjahreszeitraum zu.

Hinzu kommt noch das allgemeine China-Risiko: Politische Einflüsse, Handelskrieg und so weiter. Mich persönlich stört das weniger, das muss aber natürlich jeder Anleger für sich selbst entscheiden.

Mein Fazit zur Xiaomi-Aktie

Diese Pro und Contra-Auflistung stellt natürlich keine vollständige Xiaomi-Aktienanalyse dar – viel mehr ist sie ein Auflistung der Chancen und Risiken. Ich persönlich finde diese Unternehmen generell spannend und interessant – muss mich aber noch tiefer einarbeiten.

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Dieser Beitrag stellt ausschließlich meine Meinung dar – es findet keine Anlageberatung durch mich oder die Seite „Aktien für jedermann“ statt. Dieser Beitrag ist eine journalistische Publikation und dient ausschließlich Informationszwecken. Der Beitrag stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf einer Aktie, eines Wertpapiers oder einer sonstigen Anlage dar. Jeder Anleger ist an dieser Stelle dazu aufgefordert, sich seine eigenen Gedanken zu machen, bevor eine Investitionsentscheidung trifft.

Der Kauf von Aktien und anderen Wertpapieren ist mit hohen Risiken bis hin zum Totalverlust behaftet.

Ich besitze Aktien von Amazon, Apple, Facebook und Visa (12.01.2020).

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