Du denkst, die Fraport-Aktie ist ein Corona-Schnäppchen?

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Die Fraport-Aktie hat seit Jahresanfang rund 50 % ihres Wertes eingebüßt – ich denke an dieser Stelle ist es nicht nötig zu erklären, wieso die Aktie dieses Flughafenbetreibers (unter anderem betreibt man den Frankfurter Airport) abgestürzt ist.

Die Frage, die sich viele Anleger ob dieses Kurseinbruchs heute stellen: Ist die Fraport-Aktie zum aktuellen Kurs von rund 37 Euro ein Corona-Schnäppchen (Stand: 27.03.2020) – oder nicht?

So lief's für die Fraport-Aktie vor Corona

Dass Fraport kurzfristig unter den Folgen der weltweiten Reisebeschränkungen in Folge des Corona-Ausbruch leiden wird ist so sicher wie das Amen in der Kirche – doch wie schaut's langfristig aus? Irgendwann wird Corona vorbei sein – und ich denke, dann wird Fraport wieder so richtig ins Rollen kommen!

Die Entwicklung vor Corona zeigt eindrucksvoll, wie gefragt die Dienstleistungen von Fraport sind – und in meinen Augen zukünftig auch wieder sein werden!

Umsatzwachstum 2015 – 2019 (p.a. CAGR): 9,3 %

Gewinnwachstum 2015 – 2019 (p.a. CAGR): 7,9 %

EBIT-Marge 2019: 19,0 %

Für ein etabliertes MDAX-Unternehmen – noch dazu eines, das nicht aus dem Tech-Sektor oder der Softwarebranche stammt – ein beeindruckendes Wachstum! Genauso beeindruckend wie die hohe EBIT-Marge, die andeutet, dass das Produkt "Flughafenbetrieb" hochlukrativ ist, dass das Unternehmen seine Kosten im Griff hat und einfach einen verdammt guten Job macht.

Fazit: Für die Fraport-Aktie lief's wie am Schnürchen – bis plötzlich Corona vor der Tür stand... Doch ob die Aktie tatsächlich ein echtes Corona-Schnäppchen ist, kann letztendlich nur ein Blick in die Bilanz zeigen – denn um die aktuelle Flaute zu überstehen, bedarf's einer stabilen Bilanz.

Darauf kommt's jetzt an: Die Bilanz der Fraport-Aktie

Generell muss man festhalten, dass Fraport nicht gerade in eigenem Cash erstickt – langfristige Schulden in Höhe von 6,5 Milliarden Euro stehen einem Cashbestand von gerade einmal knapp 0,8 Milliarden Euro gegenüber. Das ist nicht besonders viel Cash – dafür aber eine Menge Schulden.

Folglich hat man vor kurzem beschlossen, die Dividende für's Geschäftsjahr 2019 zu streichen – wir Fraport-Aktionäre werden also dieses Jahr leer ausgehen. Schade – aber folgerichtig, denn so spart man sich rund 0,2 Milliarden Euro und es stehen schon mal – inklusive den Barbeständen – eine Milliarde Euro freier Cash zur Überbrückung der aktuellen Krise zur Verfügung.

Hinzu kommen Kapitalrücklagen in Höhe von 0,6 Milliarden Euro und Gewinnrücklagen von 2,9 Milliarden Euro – macht insgesamt 4,5 Milliarden Euro an liquiden Mitteln. Basierend auf den 2019er Fixkosten und der Annahme, dass die Materialkosten in Zeiten der Krise um 50 %,  die Personalkosten um 20 % und die Zinskosten um 0 % gesenkt werden, gehe ich von monatlichen Kosten zwischen 0,15 und 0,2 Milliarden Euro aus, die es zu decken gilt.

Personalkosten 2019: 1,2 Milliarden Euro

Finanzierungskosten 2019: 0,2 Milliarden Euro

Materialkosten 2019: 1,2 Milliarden Euro

Fixkosten pro Monat (grob geschätzt): 0,15 – 0,20 Milliarden Euro

Quelle: Geschäftsbericht Fraport 2019

Fazit: Selbst mit den Barmitteln plus der eingesparten Dividende sollte man in der Lage sein, ein knappes halbes Jahr seinen Verpflichtungen nachzukommen! Außerdem sollten wir bedenken, dass der Frankfurter Flughafen – und auch die vielen anderen Airports im Portfolio – nicht komplett geschlossen sind! Denk nur an Fracht-, Post- oder auch die verbliebenden Passagierflüge – ein paar Einnahmen wird man also auch in der Corona-Krise erwirtschaften.

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Mein Fazit zur Fraport-Aktie

Ich bin mir ziemlich sicher (ACHTUNG: nur meine persönliche Meinung, KEINE Empfehlung, siehe Disclaimer), dass Fraport die Corona-Krise überstehen wird und in ein bis zwei Jahren wieder in die Wachstumsspur zurückfinden wird!

Für langfristige Investoren könnte die Fraport-Aktie auf dem aktuellen Kursniveau daher ein echtes Corona-Schnäppchen sein!

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Der Kauf von Aktien und anderen Wertpapieren ist mit hohen Risiken bis hin zum Totalverlust behaftet.

Ich besitze Aktien von Fraport (29.03.2020).

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