3 Gründe, warum ich meine Daimler-Aktien verkauft habe

Daimler-Aktie Daimler-Aktien verkaufen

In einem meiner letzten Beiträge habe ich es bereits angedeutet – ich spiele mit dem Gedanken, meine Daimler-Aktien zu verkaufen! Gesagt – getan: Am Dienstag habe ich die Daimler-Aktie aus meinem Depot geworfen.

Wieviel Geld ich mit der Daimler-Aktie verloren habe und – noch viel wichtiger – aus welchen drei Gründen ich mich von dieser Aktie getrennt habe, erfährst du, wenn du weiterliest.

(die Aktie, die der grüne Balken verdeckt, ist Teil meines nächsten Premium-Berichts – seid gespannt!)

Grund 1: grauenhafte Dividendenpolitik

Der letztendlich ausschlaggebende Punkt für den Verkauf meiner Daimler-Aktien war eine katastrophale Dividendenentscheidung des Unternehmens. In der aktuellen Situation überhaupt über eine Dividende nachzudenken, verbietet sich in meinen Augen. Die Stuttgarter hingegen haben sie sogar schon beschlossen: 0,90 Euro je Anteilsschein fließen im Juli auf die Konten der Aktionäre.

Dividenden sind ok – wenn man sich diese leisten kann, wenn's gerade richtig gut läuft und wenn man sein Geld nicht anderer Stelle sinnvoller einzusetzen vermag. Alle drei Punkte treffen in meinen Augen auf die Daimler-Aktie leider nicht zu. Das Unternehmen hat den A*** voller Schulden, massiven Investitionsbedarf und wird im zweiten Quartal aller Voraussicht nach in die roten Zahlen rutschen.

Sparplan

Wer in dieser Situation eine Dividende ausschüttet, bei dem habe ich massive Zweifel daran, ob wirklich an die langfristige Zukunft des Unternehmens gedacht wird oder ob hier nicht nur den (kurzfristigen) Interessen einiger weniger gefolgt wird.

Für mich als langfristig orientierter Investor ein absolutes No-Go – alleine aus diesem Grund ist für mich ein Verkauf meiner Daimler-Aktien beinahe alternativlos. Ich muss aber gestehen: Auch in den Monaten vor Corona hatte ich so meine Zweifel, ob mein Investment in die Daimler-Aktie wirklich eine gute Idee gewesen ist...

Grund 2: Zweifel am Management

Mit Zweifel am Management meine ich in diesem Fall eigentlich Zweifel an der gesamten Art, wie der Daimler-Konzern geführt wird. Ein paar Wochen nach meinem Kauf habe ich mitbekommen, dass Ex-Daimler-CEO Zetsche als Aufsichtsratsvorsitzender zurückkehren soll.

Der Mann, der in meinen Augen quasi alle langfristigen Entwicklungen der letzten Jahre zugunsten kurzfristiger Ergebnispolitur "verschlafen" hat – sei es nun das autonome Fahren, die E-Mobilität oder andere alternative Antriebe – soll also zukünftig dem neuen CEO Källenius auf die Finger schauen? Aja.

Ich habe, als ich mir die Daimler-Aktie ins Depot gelegt habe, viel Hoffnung in Ola Källenius gesteckt – aber unter diesen Umständen kann das in meinen Augen ja nichts werden mit dem Umschwung im Hause Daimler.

Zetsche als möglicher Aufsichtsratsvorsitzender lässt mich an der langfristigen Ausrichtung von Daimler zweifeln – und bestärkte mich in meinem Verkauf.

Grund 3: Der langfristige Chart der Daimler-Aktie

Am 31.05.2010 stand die Daimler-Aktie bei gut 43 Euro. Heute, gut 10 Jahre später, steht sie bei 36,50 Euro. Ihr zwischenzeitliches Hoch markierte die im März 2015 bei knapp 92 Euro.

Was will ich damit sagen? Die Daimler-Aktie ist ein ganz typischer Zykliker – immer wieder, auf und nieder. Daran ist grundsätzlich nichts verkehrt, selbstverständlich kann man auch mit solchen Aktien Geld verdienen. Aber in den letzten Jahren habe ich festgestellt, dass das eben nicht meine Strategie ist, weil ich damit ziemlich oft daneben lag.

Meine Strategie ist vielmehr das Investieren in Unternehmen, die langfristig über glänzende Aussichten verfügen, deren Produkte ihren Kunden einen einzigartigen Mehrwert liefern und die von außergewöhnlichen CEOs geführt werden. Damit fühle ich mich wohl. Und damit habe ich bisher marktschlagende Renditen erzielt.

Basierend auf dieser Erkenntnis passt die Daimler-Aktie einfach nicht mehr in mein Depot – Zeit zu verkaufen!

Fazit: Trotz Verlust bin ich froh, meine Daimler-Aktien verkauft zu haben

In Summe hat mich meine Investition in Daimler rund 400 Euro gekostet – ein Betrag, den man verschmerzen kann. Fehler passieren jedem Investor, selbst ein Warren Buffett liegt hin wieder mal daneben. Wichtig beim Fehler machen sind die zwei folgenden Dinge:

  1. Lerne aus jedem Fehler, so macht dich jeder Fehler besser
  2. mit der Zeit sollte man öfter richtig liegen als falsch – ansonsten ist ein ETF-Depot die bessere Wahl

 

Börsen-Psychologie ist entscheidend für den langfristigen Erfolg mit Aktien – "Ich habe dem nichts mehr hinzuzufügen" (*) ist das bisher beste Buch, das ich zu diesem Thema gelesen habe!

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Der Kauf von Aktien und anderen Wertpapieren ist mit hohen Risiken bis hin zum Totalverlust behaftet.

Ich besitze besitze keine Daimler-Aktien (03.06.2020).

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