Die Henkel-Aktie – heute ein Kauf?

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Vor ein paar Tagen habe ich einen Blog-Beitrag veröffentlicht, in dem ich beschreibe, warum die Henkel-Aktie zu meinen persönlichen DAX-Favoriten zählt (hier geht's zum Beitrag).

Doch wie ihr wisst reicht es natürlich nicht aus, ein großartiges Unternehmen entdeckt zu haben – auch der Preis muss passen! Denn selbst das beste Unternehmen der Welt ist ein schlechtest Investment, wenn wir zu viel dafür bezahlen.

Deshalb möchte ich heute einen Blick auf die Bewertung der Henkel-Aktie werfen.

Bewertung der Henkel-Aktie – Worst Case

Wie immer in meinem Bewertungsmodell arbeite ich mit einem Worst Case-Szenario und einem Best Case-Szenario – lass uns mit dem Worst Case beginnen!

Vorab ein kleiner Blick in die Vergangenheit: Zwischen 2014 und 2018 konnte Henkel seinen Gewinn um durchschnittlich gut 9 % jährlich steigern. Ein ziemlich beeindruckender Wert für einen etablierten Großkonzern aus dem Consumer-Segment.

Doch in den letzten knapp zwei Jahren lief es weniger geschmeidig – der Gewinn stagniert mehr oder weniger, der Umsatz war 2018 sogar rückläufig. Und die ersten drei Quartale 2019 sehen nicht wirklich besser aus. Fazit: Zwischen 2 % und 18 % Gewinnwachstum haben wir in den letzten Jahren alles gesehen – doch auf welcher Annahme sollen wir nun unsere Bewertungsanalyse aufbauen?

Ich persönlich glaube an Henkel – an das Management, die Produkte und entsprechend an gute Zukunft des Düsseldorfer Traditionsunternehmens.

Deshalb rechne ich im Worst Case mit einem jährlichen Gewinnwachstum von durchschnittlich 4 % während der nächsten zehn Jahre. Das erwartete KGV in zehn Jahren veranschlage ich mit 17,5 – ebenfalls ein sehr konservativer Wert, denn mit solch einem niedrigen KGV wurde die Henkel-Aktie in der Vergangenheit selten gehandelt.

Zu berücksichtigen ist bei Henkel zudem die zuverlässige Dividende – meine prognostizierten Ausschüttungen der nächsten zehn Jahre addiere ich auf die knapp 62 Euro (theoretischer Wert je Aktie gemäß meiner Annahmen). Im Worst Case rechne ich mit 18 Euro Dividende während der nächsten 10 Jahre – was den Wert je Aktie aus heutiger Sicht auf rund 80 Euro hebt.

Bewertung der Henkel-Aktie – Best Case

Im Best Case traue ich der Henkel-Aktie ein jährliches Gewinnwachstum von durchschnittlich 6,5 % zu – was immer noch ein gutes Stück unter dem Wachstum der letzen fünf Jahre liegt. Auch beim KGV sehe ich die Henkel-Aktie ein gutes Stück höher als aktuell – 22,5 sollte für ein solches Qualitätsunternehmen definitiv drin sein.

Auch im Best Case kommt natürlich noch die Dividende dazu – wenn alles gut läuft, halte ich 22,50 Euro in den nächsten 10 Jahren für absolut realisierbar. Macht einen Wert je Aktie von 109,10 Euro basierend auf meinen persönlichen Annahmen.

Mein Fazit zur Bewertung der Henkel-Aktie

Mit einer möglichen Unterbewertung aus heutiger Sicht von rund 26 % dürfte die Henkel-Aktie nicht zu den absoluten Überfliegern der nächsten Jahre zählen – wer nach dem nächsten Tenbagger sucht, der wird mit dieser Aktie auf dem aktuellen Kursniveau nicht glücklich werden.

Wer allerdings langfristig an Henkel glaubt und ein stabiles Basisinvestment in seinem Depot haben möchte, für den könnte die Aktie auch für knapp 87 Euro eine Überlegung wert sein – ein in meinen Augen fairer Wert.

Ich persönlich habe bereits genügend Henkel-Aktien in meinem Depot – über weitere Zukäufe würde ich erst um die 75 Euro je Aktie nachdenken.

Die Fielmann-Aktie – eine weitere Qualitätsaktie

Ähnlich wie von Henkel bin ich auch von Fielmann überzeugt! Wenn du wissen willst, warum ich Fielmann für ein hervorragendes Unternehmen halte, über welche Wettbewerbsvorteile Fielmann verfügt, was die Kennzahlen sagen und wieviel ich bereit wäre, für die Fielmann-Aktie zu bezahlen, erfährst du in MEINER AKTIENANALYSE von Fielmann!

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Der Kauf von Aktien und anderen Wertpapieren ist mit hohen Risiken bis hin zum Totalverlust behaftet.

Ich besitze Henkel-Aktien (Stammaktien, Stand: 04.11.2019).


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