Dividenden mit Cannabis-REITs – warum Immobilien die besseren Marihuana-Aktien sind

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Ich würde mir definitiv keine Marihuana-Aktien ins Depot legen! Keine Gewinne, ein hohes politisches Risiko, schwer einschätzbare Wettbewerbsverhältnisse und letztendlich einfach zu "kopierende" Produkte machen das Geschäft mit Gras für mich zu einem uninteressanten Investment. Einzige Ausnahme: Cannabis-Immobilien – in Form von Cannabis-REITs – könnten interessant sein!

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Quelle: pixabay

Tatsächlich habe ich sogar einen solchen Cannabis-REIT auf meiner Watchlist – welcher das ist, erfährst du im Laufe dieses Artikels!

Auch mein guter Freund Henning vom REITs-Atlas hat sich über Cannabis-REITs so seine Gedanken gemacht – und sie freundlicherweise in Form eines Gastbeitrags mit uns geteilt.

Vielen Dank an dieser Stelle, Henning (hier geht's zum Originalartikel auf Hennings Blog).

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Hier geht's zum Beitrag

Cannabis-REITs – die besseren Marihuana-Aktien?

Cannabis-Aktien waren noch vor einigen Monaten in aller Munde. Nach der Legalisierung in einigen Bundesstaaten der USA haben sich die ersten Aktien aus dieser Branche an die Börse gewagt und konnten schnelle Kursgewinne erzielen. Nachdem die Euphorie dieses neuen Wirtschaftszweiges jedoch eine starke Übertreibung erlebt hatte, waren viele Marihuana-Aktien auf ein Kurs-Niveau gestiegen, von dem aus weitere Kursgewinne kaum noch zu erwarten waren.

Und tatsächlich sind so gut wie alle Cannabis-Aktien, die sich auf die Produkte selbst fokussierten, wieder tief gefallen. Ein Investment in Marihuana war deshalb immer von spekulativer Natur und wurde von einer extrem hohen Volatilität begleitet. Über allem schwebte auch jederzeit das Risiko, dass die Legalisierung doch nicht wie geplant durchgeführt wird – oder sogar wieder zurückgenommen werden könnte.

Wer als Anleger Sicherheit und planbare Dividenden bevorzugt, der brauchte sich bis vor kurzem mit einem Investment in Cannabis nicht zu beschäftigen. Seit neuestem bietet der REIT-Markt allerdings Aktien, mit denen man sowohl vom Zukunftspotenzial THC-haltiger Produkte profitieren kann, als auch von stabilen Erträgen und regelmäßigen Dividenden.

Cannabis-REITs haben den Vorteil, dass es sich um reine Immobilien-Firmen handelt, die an der Börse von jedem Privatanleger gekauft werden können. Zudem sind sie auf Unternehmensebene von der Gewerbesteuern befreit – und sie zahlen üppige Dividenden!

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Quelle: pixabay

Bei Cannabis-REITs ist es so, dass dem REIT die Produktionsanlagen, Gewächshäuser und Gewerbehallen gehören, in denen Cannabis-Produkte zu medizinischen Zwecken oder zum privaten Konsum hergestellt, verarbeitet und transportiert werden. Der Cannabis-REIT vermietet seine Gebäude an Firmen wie Aurora Cannabis, Tilray oder Canopy Growth. Diese Firmen betreiben das eigentliche Geschäft mit allen damit einhergehenden Risiken. Der Cannabis-REIT trägt dabei keine Risiken, was die Legalisierung oder einen Richtungswechsel der Politik betrifft. Im Gegenteil: Selbst bei einem Verbot von Cannabis hat er einen gültigen Mietvertrag und kann auf seine Miete bestehen.

Dass die Mieten in solch einem Szenario eventuell nicht mehr bezahlt werden können, ist natürlich etwas, das man als Anleger auf dem Schirm haben sollte. Und bei Cannabis-REITs ist dieses Risiko deutlich wahrscheinlicher als bei anderen REITs. Nichtsdestotrotz handelt es sich bei den Gebäuden im Portfolio von Cannabis-REITs um normale Gewerbehallen und Gewächshäuser, welche sich auch ohne weiteres an Firmen aus anderen Branchen vermieten lassen würden.

Die Planbarkeit der Mieteinkünfte lässt es somit zu, dass Cannabis-REITs von Anfang an profitabel wirtschaften konnten. Eine Tatsache, die man von normalen Marihuana-Aktien nicht behaupten kann.

In welche Cannabis-REITs kann man investieren?

Auch, wenn es Cannabis-REITs in dieser jungen Branche noch nicht wie Sand am Meer gibt, so findet man dennoch mehr Anlageobjekte, als man zunächst vielleicht vermutet.

Der größte Cannabis-REIT – und damit so etwas der Branchen-Primus – ist Innovative Industrial Properties. Dieser REIT nutzte den Kapitalbedarf der jungen Marihuana-Aktien schnell für sich und begann im Jahr 2016 damit, Cannabis-Unternehmen in seine Produktionshallen zu langlaufenden Verträgen einzumieten oder diese sogar speziell für sie zu bauen.

Entstanden ist der größte Cannabis-REIT auf dem Markt, der seinen Mietern dabei hilft, seinen Kapitalbedarf zu reduzieren.

Name Innovative Industrial Properties
WKN / Ticker A2DGXH / IIPR
Land USA
Dividendenrendite 4,72 %
Kurs 90,78 US-Dollar

Quelle: YAHOO! Finance, Stand: 10.07.2020

Deutlich weniger bekannt und damit so etwas wie ein Geheimtipp ist der Power REIT. Die Firma ist laut eigenen Angaben auf Gewächshäuser für den „Indoor-Gemüseanbau“ spezialisiert. Schnell wird aber klar, dass der Anbau von Cannabis der neue Schwerpunkt dieses REITs werden soll. Im Unterschied zu IIPR ist der Power REIT schon älter und galt bisher als Infrastruktur-REIT.

Sein Portfolio bestand anfangs aus einem Netz von Eisenbahnschienen der Pittsburgh & West Virginia Railroad. Später kamen Grundstücke für Solaranlagen hinzu. Die Gewächshäuser sind ein neuer Geschäftszweig, den das Management aber mit hoher Priorität ausbaut.

Weitere Nischen-REITs, wie beispielsweise Gefängnis-REITS, findest du im REITs-Atlas (*)

Zwei weitere REITs, die für Cannabis-Investoren interessant sein könnten, sind Freehold Properties und RealCanna. Beide Firmen sind jedoch Stand heute in privater Hand und nicht an der Börse notiert. Es wird allerdings damit gerechnet, dass diese Firmen einen IPO wagen werden, sobald an der Börse wieder höhere Kurse für Marihuana-Aktien zu erwarten sind.

Dividenden-Jäger aufgepasst!

Nicht nur mit Cannabis-REITs lassen sich beachtliche Dividenden erwirtschaften, REITs im Allgemeinen sind hervorragende Investments für Freunde des passiven Einkommens! Seit nunmehr rund zwei Jahren beschäftige ich mich mit dieser Anlageklasse – und konnte in diesem Zeitraum eine durchschnittliche Dividendenrendite von circa 6 % erwirtschaften – trotz Corona.

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Der Kauf von Aktien und anderen Wertpapieren ist mit hohen Risiken bis hin zum Totalverlust behaftet.

Ich besitze keine der genannten Aktien (Stand: 11.07.2020).

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