Meine Aktienkäufe 2019 im Rückblick – und meine Learnings daraus

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Das Jahr 2019 neigt sich dem Ende entgegen – was meine Aktivitäten an der Börse betrifft ist es für mich sogar schon seit ein paar Wochen rum: Am 02.12. habe ich mir meine letzte Aktie gekauft – es handelte sich um die Facebook-Aktie.

Da ich keine weiteren Käufe in 2019 plane, ist heute ein guter Zeitpunkt, um einen Blick auf all meine Käufe aus dem Jahr 2019 zu werfen. Was lief gut, was lief schlecht? Welches Prinzip steckt hinter den Gewinnern, welches hinter den Verlierern?

Meine Käufe im Jahr 2019

Insgesamt habe ich in diesem Jahr 21 Käufe getätigt – hier der Überblick über jeden einzelnen Kauf – und seine Performance.

Wichtig: Ich habe meist immer zum Ende des Monats gekauft – also am 31.01., 28.02. und so weiter, bis zum 02.12.2019. Sprich: Die Käufe haben sich ziemlich gleichmäßig über's ganze Jahr verteilt. Es macht also keinen Sinn, die Performance dieser Zukäufe mit der Jahresperformance des DAX oder des S&P500 zu vergleichen – mein Käufe hatten nämlich (bis auf den ersten) keine "Einwirkzeit" von zwölf Monaten. Den entsprechender Beitrag, der diese Vergleichbarkeit bietet, findest du hier.

Ryanair-Aktie und Geely-Aktie – Trust yourself!

Mein beste Aktie im Jahr 2019 war die Ryanair-Aktie, auf Platz drei folgt Geely. Diese beiden Aktien haben zwei Gemeinsamkeiten: Sie befinden sich bereits seit längerem in meinem Depot – und sie gehörten seit viele Monate bzw. Jahren zu meinen mit Abstand schlechtesten Investments (beide standen kurzfristig mit rund 50 % Minus in meinem Depot).

Ganz ehrlich: Natürlich zweifelt man da, ob diese Unternehmen wirklich eine gute Wahl waren! Und natürlich denkt man in diesen Momenten auch einen Verkauf.

Hier gilt es dann allerdings rational zu bleiben: Warum habe ich die Aktie damals gekauft? Was führte zum Einbruch der Aktie? Hat sich etwas an meinem Kaufgrund geändert?

Bei Ryanair sorgten Brexit-Sorgen, gestiegene Personalkosten, Streiks, niedrige Ticketpreise und gestiegene Ölpreise für den Absturz der Aktie. Relativ gesehen allerdings steht man noch immer besser da als jede andere europäische Airline. Auch konnte man trotz ungünstigster Umstände stets hohe Gewinne ausweisen und war stets überdurchschnittlich profitabel.

Für Anleger, die an eine langfristig positive Entwicklung der Luftfahrtbranche glauben, gab es also keinen wirklichen Grund, nicht mehr von Ryanair überzeugt zu sein. Genau deshalb habe ich Ryanair Mitte diesen Jahres noch einmal aufstockt – und kann mich heute über eine Rendite von über 40 % auf diesen Kauf freuen.

Ganz ähnlich sah die Sache bei Geely aus – der chinesische Autobauer wurde vom Einbruch des chinesischen Automarktes mit in die Tiefe gerissen. Doch wie bei Ryanair gilt auch bei Geely: Relativ gesehen entwickelte man sich besser als der Markt, man verdient stets Geld und verfügt über ein fähiges Management.

Langfristig gesehen wird Geely vom Bevölkerungswachstum Asiens, dem wachsenden Wohlstand Chinas und der zunehmenden Mobilisierung des Landes profitieren – daran ändert ein kurzfristiger Einbruch des Automarktes rein gar nichts. Genau deshalb habe ich Geely nachgekauft – und wurde mit diesem Kauf bis heute mit einer Rendite von 22,5 % belohnt.

FAZIT: Wenn sich an den Kaufgründen nichts wesentliches geändert hat, dann vertrau dem Unternehmen (und dir selbst) auch dann, wenn der Kurs einmal richtig in die Knie geht! Mit zunehmender Börsenerfahrung – und der entsprechenden Routine – wirst du solche Situationen sogar für dich nutzen können – so wie es mir in diesem Jahr bei Ryanair und Geely gelungen ist.

Autogrill-Aktie und Nemetschek-Aktie – keep it small!

Die hohen Renditen findest du meist nicht bei "großen" Aktien. Das Gegenteil ist der Fall – kleine Unternehmen bieten wesentlich mehr Wachstumspotential – das haben die Autogrill-Aktie und die Nemetschek-Aktie 2019 gezeigt.

Größeneffekt

Wenn Apple seinen Umsatz innerhalb eines Jahres um 20 % steigern möchte, muss es etwas revolutionäres auf den Markt werfen – alles andere führt allenfalls zu kleineren Sprüngen. Zu groß ist das bestehende Geschäft von Apple.

Bei einem kleineren Unternehmen genügt es oftmals schon, seinen Markt zu erweitern, mehr Anwendungen für ein bestehendes Produkt zu finden oder schlichtweg ein paar Verbesserungen durchzuführen, um 20 % in einem Jahr zulegen zu können.

Klein wächst einfacher – das gilt für das Unternehmen und natürlich auch für den entsprechenden Aktienkurs.

Unter'm Radar

Während große Aktiengesellschaften – beispielsweise DAX-Konzerne – von mehreren Duzend Analysten genauestens beobachtet werden, kommt es bei kleinen Unternehmen nicht selten vor, dass sich nicht ein einziger Analyst dafür interessiert.

Die Folge: Die Kursbildung bei großen AGs ist wesentlich effizienter, weil eine Menge Profis diese Unternehmen bis ins letzte Detail analysieren. Unterbewertungen sind so zwar immer noch möglich – aber wesentlich seltener als bei kleinen Unternehmen. Denn hier schauen nur wenig hin – Fehleinschätzungen des Marktes sind so deutlich wahrscheinlicher, günstige Gelegenheiten häufiger.

Bei mir traf dies insbesondere auf die Autogrill-Aktie zu – ein typisches Mauerblümchen, das niemand auf dem Schirm hat. Dabei ist das italienische Unternehmen weltweit führend was Gastronomiebetriebe für Reisende betrifft – ein in meinen Augen extrem vielversprechender Markt.

FAZIT: Die kleinsten Unternehmen gehörten bei mir 2019 zu den Besten – und das war in meinen Augen kein Zufall. In Zukunft möchte ich daher vermehrt in SmallCaps investieren – 2019 war diesbezüglich nicht viel los bei meinen Käufen.

Wenn du mehr über SmallCaps erfahren möchtest, dann kann ich dir das Buch "Der Börse einen Schritt voraus" * empfehlen – es stammt von Peter Lynch, einem der erfolgreichsten Fondsmanager unserer Zeit.

Henkel-Aktie, Lufthansa-Aktie und Wirecard-Aktie – meine DAX-Depotleichen?

Beim ersten Blick auf meine Käufe in 2019 könnte man meinen, dem DAX klebt das Pech an den Schuhen. Tatsächlich habe ich es aber geschafft, die drei schlechtesten DAX-Aktien des Jahres zu kaufen: Henkel, Lufthansa und Wirecard.

Ein wirklichen Fehler meinerseits erkenne ich vor allem bei der Lufthansa – ich habe hier wiederholt zu viel für meine Nachkäufe bezahlt. Langfristig glaube ich immer noch an das Unternehmen – doch letztendlich muss ich akzeptieren, dass der Markt der Kranich-Airline aktuell schlichtweg keine höhere Bewertung zugesteht.

Da sich auch der Gewinn sehr schleppend entwickelt, gibt's keinen Grund für steigende Kurse, entsprechend schwach performte die Aktie 2019.

Von Henkel bin ich nach wie vor überzeugt – ich hoffe, dass der neue CEO den Düsseldorfer Konzern wieder auf die Überholspur zurückführen wird, ich bin jedenfalls optimistisch.

Wirecard ist ein Fall für sich – für mich persönlich kamen die erneuten Anschuldigungen der Financial Times Anfang des Jahres sehr überraschend. Ich glaube nach wie vor an Wirecard und CEO Markus Braun, doch letztendlich muss ein Weg gefunden werden, die Angriffe endgültig zu unterbinden – ansonsten glaube ich nicht, dass die Aktie große Sprünge machen wird.

FAZIT: Abgesehen vom Wirecard-Debakel und meinem teuren Einstieg bei der Lufthansa habe ich im Jahr nicht wirklich daneben gegriffen – was mich natürlich sehr freut.

Fazit: Meine Käufe im Jahr 2019

Alles in allem war ich mit meinen Käufen in diesem Jahr ziemlich zufrieden – noch viel besser war allerdings die Entwicklung meines Gesamtdepots. Zu diesem Thema wird in den nächsten Tagen ein weiter Beitrag folgen!

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Der Kauf von Aktien und anderen Wertpapieren ist mit hohen Risiken bis hin zum Totalverlust behaftet.

Ich besitze jede der genannten Aktien (22.12.2019).

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