Mein Trade Republic-Depot – es nicht zu nutzen, fühlt sich an wie Kontoführungsgebühren

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Ich erinnere mich, als ob es gestern gewesen wäre: Vor rund zehn Jahren erläuterte mir meine Bankberaterin, dass die Kontoführungsgebühren bei der Raiffeisenbank nicht verhandelbar seien und ich diese leider zu entrichten zu hätte.

Innerhalb einer Woche habe ich mir ein anderes Konto gesucht und das Girokonto bei der Raiffeisenbank aufgelöst – Kontoführungsgebühren waren für mich schlichtweg keine Option.

Ich gebe zu: Bei Trade Republic habe ich ein bisschen länger gebraucht, bis ich den Hebel umgelegt habe – doch jetzt ist das Gefühl das Gleiche: Mit meinen ersten Trade Republic–Erfahrungen fühlt sich dessen Nichtnutzung an wie Kontoführungsgebühren!

Warum ich mein Trade Republic-Depot liebe

Wer jetzt denkt, das liegt ausschließlich an den niedrigen Ordergebühren, der irrt sich: Am besten gefällt mir die intuitiv zu bedienende Trade Republic-App! Das fängt schon bei der Anmeldung an: Kein nerviges TAN-Verfahren, kein 100-stelliges Passwort und keine Benutzername – ein Fingerabdruckscann genügt bei 99 % aller Anmeldungen (ab und zu ist eine vierstelliges Passwort notwendig, bei mir war das bisher ein einziges mal innerhalb von vier Wochen der Fall).

Auch Sparpläne sind mit drei oder vier "Klicks" erstellt, geändert oder gelöscht. Natürlich auch wieder ohne hundertfache TAN-Eingaben oder sonstiges Gedöns. Gleiches gilt für Käufe: Wertpapier suchen, Anzahl eingeben und ab geht die Post. So stelle ich mir einen modernen Broker vor: Mobile, intuitive Bedienung innerhalb einer gut durchdachten und stabil laufenden App – von mir bekommt die Trade Republic-App daher fünf von fünf Sternen.

... und die Kosten sind auch ganz nett

Natürlich sind für mich als alten Kapitalisten auch die Gebühren nicht unerheblich, ganz klar. Und die sind was iShares-ETF-Sparpläne betrifft im Trade Republic-Depot unschlagbar niedrig – sie sind nämlich kostenlos (und wie bei allen anderen mir bekannten Brokern ab 25 Euro je Sparplanausführung möglich). Einziger kleiner Haken aus Sicht von ETF-Investoren: Es gibt ausschließlich iShares-ETFs bei Trade Republic. Wer auch auf andere ETF-Anbieter setzten möchte, braucht weiterhin ein "normales" Depot – beispielsweise bei der comdirect.

Quelle: Trade Republic-App, mein erster ETF-Kauf

Auch meinen ersten "normalen" Kauf habe ich inzwischen mit meinem Trade Republic-Depot getätigt – für unschlagbare ein Euro.

Depotgebühr 0,00 Euro
Gebühr Verrechnungskonto 0,00 Euro
ETF-Sparplanausführung 0,00 Euro
Ordergebühr Kauf / Verkauf 1,00 Euro
Jahressteuerbescheinigung 0,00 Euro
Überweisung auf Referenzkonto 0,00 Euro

Quelle: Trade Republic Kosten, Preis- Leistungsverzeichnis Trade Republic

Fazit: Sicher – das Handelsspektrum ist etwas eingeschränkt. Es gibt beispielsweise keine Vanguard-ETFs oder Aktien, die ausschließlich an ausländischen Börsen gehandelt werden. Das Trade Republic-Depot ist daher in meinen Augen eine sinnvolle Ergänzungen zu einem bereits bestehenden Depot. Aber eben keine Depot, dass alles kann.

Das ist in meinen Augen auch völlig ok, weil es keine zusätzlichen Kosten verursacht und abgesehen von den 10 Minuten, die für die Anmeldung notwendig sind, keinen Aufwand macht.

Wer Aktien aus Deutschland, Europa oder die allermeisten US-Titel kauft, der spart sich mit der Trade Republic-App eine Menge an Gebühren – genauso wie man sich mit einem modernen Girokonto die Kontoführungsgebühren spart.

Trade Republic – für alle, die ihre Kosten optimieren wollen! (*)

Warum ich trotzdem so lange gezögert habe, ein Trade Republic-Depot zu eröffnen

Doch wie eingangs erwähnt habe auch ich etwas gebraucht, um mich dazu durchzuringen, ein Trade Republic-Depot zu eröffnen. Im letzten Abschnitt dieses Artikels möchte ich daher auf einige Punkte eingehen, die mich Zögern ließen.

Neuer Anbieter – Unsicherheit

Klar ist man erst einmal skeptisch: Neuer Anbieter, alle Dienstleistungen beinahe kostenlos, eine reine App-Anwendung – da überlegt man schon mal, ob man dort wirklich einen Teil seines Vermögens anlegen möchte.

Doch ganz nüchtern betrachtet sind die Fakten nicht viel anders als bei jedem anderen Onlinebroker.

  • Einlagensicherung bis 100.000 Euro durch die dahinter stehende, deutsche solarisbank
  • Handelsplatz Lang & Schwarz, ein seit 1996 etablierter Finanzdienstleister
  • das Trade Republic-Depot wird bei der HSBC Deutschland geführt, einem ebenfalls renommierten Finanzdienstleister

Fazit: Mit renommierten Partner im Hintergrund sehe ich was die Sicherheit bei Trade Republic betrifft keine Nachteile verglichen mit anderen Online-Brokern. Mein Trade Republic-Test hat außerdem gezeigt, dass sowohl die Anmeldung als auch die App einwandfrei funktionieren.

Spread

Immer wieder kursiert das Gerücht, dass die Spreads – also der Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufspreis – die Kosten beim Trade Republic-Depot in die Höhe treiben.

Bei meinen Trade Republic-Sparplänen war dies allerdings nicht ein einziges mal der Fall – die Spreads bewegten sich stets auf einem völlig normalen Niveau, dass hat meiner erster Trade Republic-Test gezeigt.

Mehr über die Spreads bei Trade Republic erfährst du hier!

Wechselaufwand 

So richtig Spass macht es ja nicht, ein neues Depot zu eröffnen – zumindest mir nicht. Bei Trade Republic hat die Anmeldung jedoch keine zehn Minuten gedauert, inklusive VideoIdent. Der Gang zur Post entfällt also bei Trade Republic, was den Wechsel ziemlich einfach und schnell von statten gehen lies.

mehrere Depots gleichzeitig

Noch ein Depot – nicht dein Ernst? Naja, sicherlich wäre es schön, alles mit einem einzigen Depot erschlagen zu können. Am meisten holt man aber heraus, wenn man für jede Art von Investments das dafür perfekte Depot anlegt. Ich habe aktuell vier Depots.

Commerzbank – Aktien

comdirect – ETF-Sparpläne (nicht iShares)

LYNX – REITs

Trade Republic – Aktien, ETF-Sparpläne (iShares)

Für mein nächstes Investmentprojekt werde ich wohl wahrscheinlich Depot Nummer fünf anlegen. Denn neben den spezifischen Vorteilen eines jeden Depots lässt sich auch die Performance verschiedener Strategien einfacher vergleichen, wenn man diese mit verschiedenen Depots abbildet.

Schlechter Service

Immer wieder lese ich in den sozialen Medien vom schlechten Service bei Trade Republic. Da ich selbst noch keine Erfahrungen mit dem Service von Trade Republic gemacht habe, weil bisher alles einwandfrei funktioniert, kann ich dazu erst mal nichts sagen.

Aber: Selbst bei meinem Commerzbank-Depot kommt es immer wieder vor, dass das Brokerage einmal nicht funktioniert oder ich nicht handeln kann. Vom Service bekomme ich dann zu hören, dass mit Hochdruck an einer Fehlerbehebung gearbeitet wird, was mir am Ende des Tages aber auch nicht viel hilft.

Fazit: Mir ist ein guter Service nicht sonderlich wichtig – mir ist es lieber, alles funktioniert so, dass ich den Service erst gar nicht brauche. Bei Trade Republic war das bisher bei mir der Fall, weshalb ich diesen Kritikpunkt als für mich irrelevant bewertet habe.

Mein Fazit zum Trade Republic-Depot

Aufgrund des hervorragenden Handlings der Trade Republic-App und der extrem niedrigen Order- beziehungsweise Sparplangebühren kommt man am Trade Republic-Depot in meinen Augen nicht vorbei, wenn man das Maximale aus seinen Investments herausholen möchte.

Das gilt insbesondere für die kostenlosen iShares-Sparpläne, aber auch für Einzelkäufe, sowohl was Aktien als auch was ETFs betrifft. Sicher – Trade Republic ist kein "Einmal hin, alles drin"-Depot – aber es ist eine optimale Ergänzung für Investoren, die ihre Kosten so niedrig wie möglich halten wollen.

Hier geht's zu kostenlosen Sparplänen und Aktienkäufen für einen Euro (*)

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Der Kauf von Aktien und anderen Wertpapieren ist mit hohen Risiken bis hin zum Totalverlust behaftet.

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