Meine REIT-Strategie 2.0 – wie ich jetzt mit Immobilien-Aktien durchstarten möchte

Immobilien-Aktien REIT-Strategie

Seit Anfang 2019 investiere ich mittlerweile in REITs – mit Hilfe einiger Bücher habe ich mir damals eine solide REIT-Strategie erarbeitet, auf der grundsätzlich – bis heute – alle meine Käufe aufbauen. Und basierend auf dieser REIT-Strategie entwickelten sich einige meiner Immobilien-Aktien wirklich prächtig!

REIT-Strategie

Quelle: pixabay

Der Northview Apartment-REIT beispielsweise legte seit meinem Kauf um 30 % zu, der Realty Income steht mit rund 23 % im Plus und den Dream Global-REIT verkaufte ich mit knapp 30 % Gewinn. Bei allen drei Immobilien-Aktien kommen noch Dividenden hinzu, irgendetwas zwischen 4 % und 6 % p.a. pro REIT. Das kann sich durchaus sehen lassen, finde ich.

Wenn du wissen willst, wie meine komplette REIT-Strategie aussieht, dann ist mein kostenloser REIT-Leitfaden genau das richtige für dich – schau doch gleich einmal vorbei!

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Und doch habe ich mein Ziel verfehlt – nämlich meine Benchmark zu schlagen! Sicher, Corona hat drei meiner Immobilien-Aktien hart getroffen, damit konnte man nicht rechnen. Dennoch bin ich inzwischen zur Erkenntnis gekommen, dass nicht nur Corona der Grund für meine Underperformance war.

Was meine Benchmark im REIT-Bereich ist, wie ich verglichen mit ihr abgeschnitten habe und um welchen Punkte ich meine REIT-Strategie zukünftig anpassen werde, erfährst du in diesem Beitrag!

So liefen meine REITs bisher

Zum Stichtag 10.08.2020 befindet sich mein REIT-Portfolio 29 % im Minus. In dieser Performance sind sämtliche Dividendenzahlungen bereits enthalten – LYNX stellt hier sehr nützliche Daten zur Verfügung. Die tatsächlich realisierten Gewinne / Verluste belaufen sich – "dank" des Verkaufs meiner Service Properties Trust-Anteile – auf Minus 366 Euro.

REIT-Strategie, Immobilien-Aktien

Quelle: Mein LYNX-Depot – das optimale Depot für meine REIT-Strategie

Wenn du weltweit in REITs investieren möchtest, dann solltest du auf jeden Fall mal einen Blick auf LYNX (*) werfen!

Mein Benchmark im Immobilienbereich ist der iShares Developed Markets Property Yield (WKN: A0LEW8)-ETF. Dieser auf Immobilienunternehmen fokussierte, passive Indexfonds investiert weltweit in den Immobilienmarkt und stellt so einen wunderbaren Maßstab für meine REIT-Strategie dar.

Kursperformance seit Mitte Januar 2019 – 12,4 %
Performance inklusive Dividenden – 5,1 %

Quelle: onvista.de, justETF.com, Performance iShares Developed Markets Property Yield, Stand: 10.08.2020

Auch wenn der Vergleich ein wenig hinkt, da ich kurz vor Ausbruch der Corona-Krise – zu Höchstkursen – zugekauft habe, so ist doch klar, dass ich mein Ziel bis hierhin leider verfehlt habe: Ich blieb mit meiner REIT-Strategie weit hinter der Performance des breiten Immobilienmarktes zurück.

Für mich ist das allerdings kein Grund, mich von dieser vielversprechenden Anlageklasse zu verabschieden, ganz im Gegenteil! Ich habe weiterhin absolutes Vertrauen in meine Immobilien-Aktien. Klar ist aber auch: Mir sind Fehler unterlaufen, die es jetzt abzustellen gilt.

An welchen drei Stellschrauben meiner REIT-Strategie ich nun drehe, möchte ich an dieser Stelle gerne mit dir teilen.

REIT-Strategie 2.0: Immobilien-Aktien in einer digitalisierten Welt

Ich habe mit der Amazon-Aktie, der NVIDIA-Aktie oder der TSMC-Aktie in den letzten Jahren großartige Renditen erwirtschaftet. All diese Unternehmen profitierten – und profitieren noch immer – von einer zunehmenden Technologisierung beziehungsweise Digitalisierung unserer Welt. Dieser Trend zeichnete bereits vor Jahren ab, weshalb ich in die Aktien dieser Unternehmen investiert habe.

Dass Technologie unsere Welt zunehmend verändert, habe ich in meinem Aktiendepot also erfolgreich berücksichtigt – bei meinen Immobilien-Aktien leider nicht. Dort habe ich unter anderem auf Hotel-REITs, Büro-REITs und Wohn-REITs gesetzt. Das ist zum Teil sicherlich auch ok, jedoch fehlten Immobilien-Aktien für eine digitale Zukunft bisher gänzlich in meiner REIT-Strategie.

Egal ob 5G-Funkmasten, Datenzentren oder Logistikzentren: Solche Immobilien werden in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Und damit stehen die Chancen gut, dass sie ihren Besitzern lukrative Renditen bescheren.

Im REITs-Atlas (*) bin ich auf acht hochinteressante, "digitale REITs" gestoßen

Entsprechend mache ich mich gerade an die Analyse solcher "digitalen" Immobilien-Aktien – natürlich halte ich dich hier auf meinem Blog auf dem Laufenden.

REIT-Strategie 2.0: Die Dividendenrendite ist KEIN Kriterium!

Insbesondere meine ersten Käufe Anfang 2019 waren geprägt von einer Gemeinsamkeit: Einer hohen Dividendenrendite! Genau deshalb habe ich die gerade angesprochenen, digitalen REITs gemieden – ihre Renditen waren mir schlichtweg zu niedrig.

Ein Fehler in meiner REIT-Strategie, wie sich im Nachhinein heraus stellte! Die REITs, mit den höchsten Renditen waren die, die im Zuge der Corona-Krise zuerst ihre Dividenden streichen mussten – und deren Kurse am tiefsten stürzten. In meinem Aktiendepot habe ich praktisch keine Hochdividendenwerte. Hier war ich mir durchaus bewußt, dass hohe Dividendenrenditen eher ein Warnsignal – und kein Kaufgrund – sind.

Bei meinen Immobilien-Aktien habe ich diese goldene Regel leider gerade bei meinen ersten Käufen missachtet – und Lehrgeld bezahlt! Aktuell bin ich gerade dabei, diese Unternehmen auszumisten, mein erstes "Opfer" war der Service Properties Trust-REIT.

Zukünftig verschwindet das Kriterium "Dividendenrendite" komplett aus meiner REIT-Strategie – was meiner zukünftigen Gesamtrendite definitiv gut tun sollte.

REIT-Strategie 2.0: Auch das Timing spielt eine Rolle

Nein – ich bin nicht unter die Daytrader gegangen! Ich bin nach wie vor der Meinung, dass es sinnlos ist, den Markt zu timen: Wir Privatanleger haben schlichtweg kaum Chancen, die Kurse von morgen oder übermorgen vorherzusagen. Zumindest ist das meine persönlich Einschätzung – das gilt auch für meine zukünftige REIT-Strategie.

Viel mehr sollten wir uns auf die langfristigen Aussichten von Unternehmen konzentrieren, egal ob wir nun von gewöhnlichen Aktien oder Immobilien-Aktien sprechen. An dieser Grundeinstellung hat sich bei mir nichts also nichts verändert.

REIT-Strategie, Immobilien-Aktien

Quelle: Thomas Brantl, beim Investieren konzentriere ich mich auf die langfristigen Aussichten

ABER: Wenn man mit einem neuen Projekt startet – so wie ich das im Januar 2019 mit meinen REITs getan habe – dann sollte man nicht auf einen Schlag rund ein Drittel des geplanten Budgets in dieses Projekt schießen! Zum einen könnte der Zeitpunkt ganz einfach schlecht sein – und die Kurse nach dem Kauf einbrechen.

Zum anderen ist die Gefahr gerade am Anfang groß, dass man den ein oder anderen Fehler begeht. Diese Fehler mache ich lieber mit weniger Kapital. Leider trafen bei mir beide Punkte – trotz einer im Grunde gute REIT-Strategie – voll zu: Nur zwei meiner fünf Erstkäufe entwickelten sich positiv, die anderen lieferten eine desaströse Performance.

Fazit: Wenn ich heute neue Projekte starte, dann beginne ich mit wenig Kapital und baue die Investments – wenn möglich über Sparpläne – Stück für Stück auf. So reduziere ich das Risiko eines schlechten Startzeitpunkts und gebe mir selbst mehr Zeit, aus meinen Fehler zu lernen, ohne dabei viel Kapital zu verbrennen.

REIT-Strategie 2.0 – mein Fazit

Ich bin auch heute noch der Meinung, dass meine REIT-Strategie 1.0 nicht von Grund auf schlecht war. Basierend auf großartigen Büchern habe ich mir ein solides Fundament für mein REIT-Depot geschaffen, auf dem sich aufbauen lässt.

Die Grundlagen zum Thema REITs habe ich mir mit dem Buch "Geldanlage in REITs" von Luis Pazos (*) erarbeitet

Aber um mein Ziel – den breiten Immobilienmarkt schlagen – zu erreichen, sind 80 % zu wenig. Um mich zukünftig den 100 % zu nähern, habe ich die drei genannten Schwachstellen ausfindig gemacht, die ich in den nächsten Wochen und Monaten "beheben" werden. Ich bin zuversichtlich, dass ich mit meiner überarbeiteten REIT-Strategie meinem Ziel ein gutes Stück näher kommen werde.

Wenn du mich auf diesem Weg begleiten möchtest, folge mir am besten auf Facebook – dort verpasst du keinen meiner Blog-Beiträge, Käufe und Verkäufe.

Weltweit günstig handeln mit LYNX

Eigentlich habe ich mein LYNX-Depot nur eröffnet, um endlich in alle REITs (Real Estate Investment Trusts) dieser Welt investieren zu können. Das geht bei comdirect & Co. leider nicht (oder nur zu sehr ungünstigen Konditionen), da REITs wegen ihrer geringen Umsätze an deutschen Börsen schlecht handelbar sind.

Doch mittlerweile schätze ich LYNX nicht nur wegen seines breiten Handelsuniversums – in meinen Augen bietet dieser Broker zahlreiche weitere, wichtige Vorteile für uns Privatanleger!

  • Aktien handeln ab 5 Dollar / 5,80 Euro je Trade
  • kostenlose Depotführung
  • Steuerstundung – die Kapitalertragssteuer wird erst mit der Steuererklärung fällig. Unser Kapital kann so eineinhalb Jahre unversteuert für uns arbeiten!
  • zuverlässiger Broker mit ausgezeichnetem, deutschsprachigem Service
  • Handel an weltweiten Börsen möglich – von New York über Toronto bis Singapur – alles kein Problem!

Ich bin nun seit über eineinhalb Jahren Kunde von LYNX (*) – und ich habe es nicht eine Sekunde bereut, mir dieses zusätzliche Depot eingerichtet zu haben!

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Dieser Beitrag stellt ausschließlich meine Meinung dar – es findet keine Anlageberatung durch mich oder die Seite „Aktien für jedermann“ statt. Dieser Beitrag ist eine journalistische Publikation und dient ausschließlich Informationszwecken. Der Beitrag stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf einer Aktie, eines Wertpapiers oder einer sonstigen Anlage dar. Jeder Anleger ist an dieser Stelle dazu aufgefordert, sich seine eigenen Gedanken zu machen, bevor eine Investitionsentscheidung trifft.

Der Kauf von Aktien und anderen Wertpapieren ist mit hohen Risiken bis hin zum Totalverlust behaftet.

Ich besitze Aktien von Amazon, Nvidia und TSMC.

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