Bullshit-Aktie des Monat: Die Nestlé-Aktie

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Die Nestlé-Aktie gilt als stabiles Basis-Investment, als solides Fundament für jedes Depot. Ihr defensives Geschäftsmodell, die verlässliche Dividende und ein nahezu makelloser Track-Record haben ihr diesen Ruf eingebracht – wahrscheinlich nicht zu Unrecht.

Doch trotzdem würde ich mich mir die Nestlé-Aktie heute nicht ins Depot legen! Warum das so ist, meine persönliche Geschichte mit der Nestlé-Aktie und wie teuer die Aktie heute ist, erfährst du, wenn du weiterliest.

Ich und die Nestlé-Aktie

Bis vor Kurzem hatte ich noch ein paar Nestlé-Aktien im Depot – sie waren die Restposten einer meiner ehemals größten Postionen (aus steuertechnischen Gründen habe ich die letzten paar Nestlé-Aktien erst Anfang 2020 verkauft).

Für mich persönlich war es ein recht erfolgreiches Investment, insgesamt habe ich meine Nestlé-Aktien mit rund 65 % Gewinn verkauft. Warum ich diese doch recht erfolgreiche Depot-Position aufgelöst habe?

Als ich mir 2013 Nestlé-Aktien gekauft habe, da habe ich unter einer großartigen Aktie etwas anderes verstanden, als ich das heute tue!

Warum ich all meine Nestlé-Aktien verkauft habe

Wenn ich heute in eine Aktie investiere, dann müssen mich die Produkte dieses Unternehmens direkt oder indirekt begeistern! Direkt – indem ich Kunde dieses Unternehmens bin, beispielsweise bei Apple. Indirekt – weil die Produkte dieses Unternehmens großartige Dinge ermöglichen, beispielsweise Nvidia.

Wenn ich diesen Maßstab an Nestlé anlege, nun ja, dann fällt mir nicht einziges Produkt ein, das mich wirklich begeistert! Kaffee: Durchschnitt. Schokolade: Durchschnitt. Wasser: Wie Wasser halt, nur in (sau)teuer. Tiernahrung: Immer wieder Skandale um verunreinigtes Futter.

Denke ich an Nestlé-Produkte, dann schaue ich ungefähr so wie die Giraffe auf dem Titelbild dieses Beitrags. Ja – viele Menschen konsumieren die Produkte von Nestlé, keine Frage. Jedoch tun sie das in meinen Augen nicht wegen der außergewöhnlichen Produkte, sondern aus Gewohnheit.

Die Produkte von Nestlé sind für mich Durchschnitt – die Frage, die ich mir gestellt habe: Warum soll ich ein Unternehmen mit durchschnittlichen Produkten im Depot haben, wenn es so viele Unternehmen mit großartigen Produkten gibt?

Ich bin übrigens der festen Überzeugung, dass gute Produkte auch gar nicht das Ziel von Nestlé sind – und auch noch nie waren. Diesbezüglich kann ich jedem Nestlé-Aktionär das Buch "Nestlé – Anatomie eines Weltkonzerns" * empfehlen (Attac Schweiz). Es verdeutlich anhand vieler Branchen und Beispiele, wie Nestlé funktioniert: Es ist alles auf Profit ausgelegt. Nicht auf die Kunden, nicht auf die Produkte – es geht nur um's Kohle scheffeln.

Ich verurteile das nicht – für mich kommt ein Investment in solch ein Unternehmen aber nicht in Frage. Nicht weil ich ein Moralapostel bin – nein, ich glaube einfach, dass Unternehmen, die sich auf Kunden und Produkte fokussieren die besseren Investments sind.

So teuer ist die Nestlé-Aktie heute

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von Nestlé beträgt aktuell knapp 24. Das ist nicht teuer, aber auch nicht wirklich günstig für ein Unternehmen, das in den letzten Jahren kaum gewachsen ist.

Mein Fazit: Für mich ist die Nestlé-Aktie ein absolutes No-Go, auch wenn sie derzeit nicht unbedingt teuer ist. Deshalb ist sie meine Bullshit-Aktie im Februar 2020 geworden!

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Der Kauf von Aktien und anderen Wertpapieren ist mit hohen Risiken bis hin zum Totalverlust behaftet.

Ich besitze Aktien von Apple und Nvidia (16.02.2020).

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